Viele haben Pläne und Träume für ihren Ruhestand. Wenn es aber um die finanzielle Planung geht, ist man schnell überfordert. Professionelle Ruhestandsplanung wird aufgrund steigender Lebenserwartung immer wichtiger.
Um sorgenfrei in den Ruhestand zu blicken, braucht es professionelle Ruhestandsplanung. Damit Ihre Kundinnen und Kunden ihr bestes Leben leben können.
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Seit 18. Januar 2019 können sich Berater nach der DIN 77230 „Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte“ zertifizieren lassen. Die DIN 77230 definiert die Erstellung einer solchen Analyse. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, den finanziellen Fingerabdruck des Kunden zu ermitteln. Die wichtigsten Fragen zur Norm sollen im folgenden Textverlauf beantwortet werden.
Was ist die DIN 77230?
Die Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte standardisiert die Erhebung und Darstellung aller Finanzdaten eines Privathaushaltes. Durch die Standardisierung soll eine Reproduzierbarkeit des Ergebnisses erreicht werden. Das bedeutet, dass unabhängig davon, ob die Person die Basis-Finanzanalyse mit einem Bankberater oder Versicherungsvermittler oder gar in Eigenregie erstellt – das Resultat ist stets das gleiche.
Wichtig dabei ist, dass die DIN 77230 keine Standardisierung der Kundenberatung darstellt. Marketing-Aussagen wie „Es findet eine Beratung gemäß DIN 77230 statt“ sind schlichtweg falsch. Die Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte kann die Basis für ein Beratungsgespräch darstellen, allerdings gehen aus ihr keinerlei Aussagen zu Empfehlungen oder Maßnahmen hervor. Es ist den Experten vorbehalten, die richtigen Schlüsse aus dem Analyse-Ergebnis zu ziehen. Die Aussagekraft ist damit ähnlich der eines Blutbilds beim Arzt. Dieses gibt auch keine Empfehlungen ab, kann einem Experten allerdings signalisieren, wo möglicherweise Probleme bestehen.
Die Inhalte der DIN 77230
Zur Erstellung der Basis-Finanzanalyse sind fünf Prozess-Schritte notwendig. Zunächst geht es darum, die Dimension des Haushalts zu erfassen. Betrachtet werden dabei bis zu zwei Haushaltsverantwortliche und wirtschaftlich abhängige Kinder. Anhand einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sowie einer Vermögensbilanz wird die wirtschaftliche Situation des Haushalts erfasst (Prozess-Schritt 1). Anschließend erfolgt die Prüfung der Relevanz aller Finanzthemen (Prozess-Schritt 2). Für die relevanten Finanzthemen werden die Orientierungsgrößen zum Bedarf (Prozess-Schritt 3) und die Ist-Werte (Prozess-Schritt 4) ermittelt. Abschließend werden die Ist-Werte den Orientierungsgrößen gegenübergestellt (Prozess-Schritt 5).
Betrachtet werden insbesondere 42 Finanzthemen in 3 Bedarfsstufen. Zunächst steht die Sicherung des finanziellen Grundbedarfs im Fokus. Dabei werden vor allem existenzgefährdende Risiken wie Krankheit, allgemeine Haftungsrisiken, spezielle Haftungsrisiken (private Tierhaltung, Ehrenamt und so weiter) oder Arbeitskraftverlust erfasst. Bedarfsstufe 2 beschäftigt sich mit dem Erhalt des Lebensstandards, etwa in der Rentenphase. In Bedarfsstufe 3 geht es um dessen Ausbau durch die Schaffung finanzieller Spielräume zur Erreichung individueller Lebensziele wie der Erwerb von Wohneigentum oder die Finanzierung der Ausbildung der Kinder (siehe Tabelle unten).

Welche Vorteile bietet die DIN 77230?
Der wesentliche Vorteil der Basis-Finanzanalyse gemäß DIN 77230 besteht darin, dass derjenige, für den eine Analyse erstellt wird, sich zunächst intensiv mit seinen aktuellen finanziellen Verhältnissen sowie seinen Wünschen und Zielen auseinandersetzen muss. Dadurch erhält er einen Einblick in seine finanzielle Leistungsfähigkeit und in potenzielle Gefahren für die eigene finanzielle Existenz. Die meisten Menschen haben sich mit solchen Themen sicherlich noch nicht in der Intensität auseinandergesetzt, wie das die Basis-Finanzanalyse verlangt.
Ein weiterer Vorteil besteht in der neutralen Ergebnisdarstellung, welche der beratenen Person die eigene finanzielle Situation vor Augen führt. Die Analyse nach einer DIN-Norm wird zudem mit einer höheren Akzeptanz verbunden als eine Analyse, die dieses Etikett nicht trägt. Darüber hinaus kann das Analysedokument dazu verwendet werden, sich von mehreren Experten auf einer einheitlichen Basis einen unabhängigen Rat einzuholen.
Wie sieht eine softwaretechnische Lösung aus?
Durch die Norm sind die Anforderungen an Software-Lösungen sehr klar definiert. Insbesondere das Ergebnisdokument muss den strengen formalen Anforderungen genügen. Dabei ist es erforderlich, neben der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung und der Vermögensbilanz (beide gegebenenfalls samt standardisierten Warnhinweisen) auch die Auflistung der betrachteten 42 Finanzthemen darzustellen. Dabei sind die Orientierungsgröße und der Ist-Wert gegenüberzustellen.
Entgegen anders lautenden Meldungen ist es nicht verpflichtend, eine Zertifizierung für Software-Lösungen einzuholen. Wenn man sich sicher ist, dass die eigene Lösung die DIN-Anforderungen vollständig und lückenlos erfüllt, so darf man das auch entsprechend bewerben. Darüber hinaus ist es durchaus sinnvoll, den Prozess von einem unabhängigen Dritten prüfen zu lassen, um die Aussage abzusichern. Hierzu bietet das IVFP an, im Rahmen einer gutachterlichen Stellungnahme den implementierten Prozess zu untersuchen und dadurch die Erfüllung der Norm zu überprüfen.
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