Umfrage

40 Prozent der jungen Menschen wollen E-Scooter nutzen

Mehr als jeder Dritte junge Mensch in Deutschland (40 Prozent) will innerhalb der kommenden zwölf Monate einen E-Scooter ausprobieren, wie eine Umfrage der Gothaer Versicherung zeigt. Das Problem daran: Vor allem für Fußgänger könnte der Trend gefährlich werden.
© dpa/picture alliance
Ein E-Scooter im Straßenverkehr: Vor allem junge Menschen sind angetan von dem neuen Trend.

Laut einer aktuellen Gothaer-Umfrage freuen sich 40 Prozent der 18- bis 29-Jährigen über den neuen E-Scooter-Trend. Denn: Innerhalb der kommenden zwölf Monate wollen sie mindestens einmal einen Elektroroller nutzen – entweder ausgeliehen oder gekauft. Für Fußgänger könnte das allerdings weniger angenehm werden.

„Die Gefahr geht gerade von diesen jungen Menschen aus, die die hohe Geschwindigkeit in Relation zu der von Fußgängern und Radfahrern falsch einschätzen. So werden gerade die ersten Fahrten mit dem E-Scooter und seinen neuen Fahreigenschaften zum Abenteuer und zur Gefahr für alle Teilnehmer im Straßenverkehr“, sagt Frank Edelmeier, Leiter Kraftfahrt Privat- und Unternehmerkunden bei der Gothaer. 

40 Prozent der Befragten gaben an, dass sie glauben, Fußgänger seien von E-Scootern am meisten gefährdet. E-Scooter-Fahrer selbst seien hingegen weniger in Gefahr, glauben sie: Hierfür stimmten nur 32 Prozent der Umfrageteilnehmer. Jeweils eine Minderheit sieht zudem das größte Risiko bei Radfahrern (13 Prozent) oder auch bei Autofahrern (12 Prozent). Interessant ist auch: Ältere Befragte (60 Jahre und älter) schätzen das Risiko für Fußgänger mit 45 Prozent deutlich höher ein als jüngere Befragte (18- bis 29-jährige: 31 Prozent Prozent). 

E-Scooter vor allem für Kurzstrecken  

Etwas mehr als die Hälfte derjenigen, die sich vorstellen können, einen E-Scooter zu kaufen oder auszuleihen, würden diesen vor allem für Kurzstrecken nutzen wollen, um so Gänge zu Fuß zu umgehen (55 Prozent). 52 Prozent würden ihn auf kürzeren Strecken als Ersatz für das Auto oder für das Fahrrad (51 Prozent) einsetzen. Nur etwas mehr als ein Drittel (38 Prozent) würde mit dem E-Scooter gern Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr ersetzen.  

Helmpflicht kein Problem 

Für rund zwei Drittel (68 Prozent) der E-Scooter-Fans wäre eine potenzielle Helmpflicht zudem kein Grund, den Roller nicht mehr zu nutzen. Etwa ein Drittel (30 Prozent) würde hingegen aufhören, elektrisch durch die Stadt zu rollern. „Ich kann nur jedem E-Scooter-Fahrer raten, einen Helm zu tragen. Das Risiko, bei einem Sturz oder Zusammenstoß schwere Kopfverletzungen zu erleiden, ist einfach zu groß“, so Edelmeier. 

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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