Druck auf Branche steigt wieder

Experten erwarten neue Zinsflaute in der Lebensversicherung

Kurzzeitig konnten die Lebens- und Rentenversicherer aufatmen – doch nun scheint ein neuer Zinsrückgang im Anmarsch zu sein. Guido Bader, Vorsitzender der Deutschen Aktuarvereinigung, spricht von einem hohen Druck auf die Unternehmen der Branche. Die Gründe erfahren Sie hier.
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Ist Vorstandsvorsitzender der DAV: Guido Bader.

„Das jetzige Zinsniveau an den Kapitalmärkten erhöht den Druck auf die Unternehmen“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV), Guido Bader, der Deutschen Presseagentur, worüber etwa die Bild berichtet. Vorrübergehend habe es gut ausgesehen, nun aber müsse sich die Branche auf einen neuen Zinssinkflug einstellen.

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„Durch das stark gefallene Zinsniveau seit Jahresanfang wird ein Teil der Entlastung durch den langsameren Aufbau der Zinszusatzreserve aufgezehrt“, so Bader weiter. Hinzu komme auch der Garantiezins, der seit 2017 für Neuverträge bei nur 0,9 Prozent liege. Noch vor einigen Jahren sprangen hier für Kunden noch bis zu 4 Prozent heraus.

Aber nicht nur Lebensversicherer, sondern auch Anbieter von Tagesgeld und Co. seien betroffen. Bader sieht das dennoch gelassen: „Wo kann ein sicherheitsorientierter Privatanleger heute noch mit Renditen von 1 bis 2 Prozent nach Kosten rechnen?“ Positiv sehe er vor allem die Tatsache, dass die Unternehmen ihre „Hausaufgaben gemacht“ haben – in Form von Reserven und einem frischen Produktmix. Seine Prognose: „Die Branche ist deutlich stabiler als vor drei Jahren“, so der Experte.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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