Analyse von Assekurata

Schaden- und Unfallversicherer trotzen Elementarschäden

Trotz einer hohen Belastung durch Elementarschäden haben die Schaden- und Unfallversicherer in Deutschland im vergangenen Jahr vielerorts gute Gewinne einfahren können – und auch bei den Beitragseinnahmen wuchs die Branche abermals stärker als die Personenversicherer. Das zeigt eine Analyse der Ratingagentur Assekurata.
© Pixabay
Der ADAC schleppt ein Unfallauto ab: Im vergangenen Jahr hat die Kfz-Versicherung viel zum Wachstumskurs der Sparte beigetragen.

Als Folge der wachsenden Zahl an Elementarschäden in Deutschland müssen auch die Schaden- und Unfallversicherer immer mehr leisten. Laut dem aktuellen „Marktausblick zur Versicherungswirtschaft 2019/2010“ der Ratingagentur Assekurata konnten die Unternehmen der Branche im vergangenen Jahr aber dennoch Gewinne erzielen.

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Zwar seien diese mit branchenweit 2,6 Milliarden Euro geringer ausgefallen als im Vorjahr (4,5 Milliarden Euro). „Allerdings haben die wirksame Rückversicherungsgestaltung und die hohen Sicherheitsmittel der Branche das Ergebnis stabilisiert“, berichtet Dennis Wittkamp von Assekurata. „So haben die Unternehmen 2018 branchenweit mehr als 1,4 Milliarden Euro aus der Schwankungsrückstellung entnommen und bestimmungsgemäß zur Glättung der Ergebnisse verwendet.“

Auch bei den Beitragseinnahmen konnte die Branche Assekurata überzeugen:

Die Einnahmen kletterten im vergangenen Jahr erneut – um 3,3 Prozent auf mittlerweile 70,6 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 68,2 Milliarden Euro. „Damit wuchsen die Schaden- und Unfallversicherer gemessen an den Beiträgen erneut stärker als die Personenversicherer, was die zunehmende Bedeutung der Sparte unterstreicht“, sagt Analyst Wittkamp. Die gestiegene Schadenbelastung schlug sich indes auf die kombinierte Schaden-Kosten-Quote nieder. Hier ging es von 93,2 Prozent aus dem Vorjahr hoch auf 96 Prozent im Jahr 2018.

Der laut Studie wohl größte Erfolgslieferant der Branche im vergangenen Jahr war die Haftpflichtversicherung. Auch die Kraftfahrtversicherung habe stark zum Wachstum der Branche beigetragen. „Hier bleibt abzuwarten, wie sich die Prämien zum Jahreswechsel entwickeln“, so Wittkamp. Die Unfallversicherung hingegen sei zwar ertragreich gewesen, habe aber zeitgleich kaum Vertragszuwächse verzeichnet.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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