Assekurata-Marktausblick

PKV verzeichnete 2018 wieder Bruttowachstum

Trotz des schwierigen Marktumfelds konnte sich die private Krankenversicherung (PKV) im vergangenen Jahr behaupten. Vor allem im Bereich der Vollversicherung kamen zum ersten Mal seit 2011 über 4.000 Kunden hinzu. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Rating-Agentur Assekurata.
© Pixabay
Ärzte im OP-Saal: Assekurata hat sich die Entwicklung der PKV-Branche genauer angeschaut.

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Branche der privaten Krankenversicherer (PKV) einen Bruttozuwachs in der Vollversicherung: Erstmals seit 2011 kamen 4.100 neue Personen hinzu, wie die Rating-Agentur Assekurata im Rahmen ihres aktuellen Marktausblicks herausgefunden hat. Gleichzeitig sei aber auch der Bestandsabrieb von 17.100 Personen zu erwähnen.

Mehr zum Thema

Morgen & Morgen kürt die stabilsten Unisex-Tarife

Wie stabil sind die Unisex-Tarife der privaten Krankenversicherung (PKV)? Das wollte das Analysehaus Morgen &…

Diese neun Anbieter sind die Spar-Champions 2019

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat das Preisniveau von 195 Unternehmen aus 16 Branchen…

Das sind die besten acht privaten Krankenversicherer

Wer eine private Krankenversicherung kaufen will, sollte die Angebote der Versicherer gut vergleichen. Nicht nur…

Auch für die Beitragsanpassungen zum Jahresbeginn 2019 haben die Analysten ein Lob übrig. Im Durchschnitt der von Assekurata untersuchten Krankenversicherer erhöhten sich die Beiträge im Beihilfesegment um 1,6 Prozent und im Nicht-Beihilfebereich um 2,6 Prozent. 

Die Nicht-Beihilfeberechtigten in der Pflegepflichtversicherung mussten hingegen deutliche Beitragssteigerungen im zweistelligen Bereich hinnehmen. „Ein Grund hierfür war die Senkung des Rechnungszinses von 3,30 Prozent auf 2,50 Prozent, die sich in der zinssensitiven Pflegeversicherung besonders bemerkbar macht. Und für das kommende Jahr deutet sich erneut eine Beitragserhöhung an“, erklärt Gerhard Reichl, Fachkoordinator Krankenversicherung bei Assekurata. Vor allem werde es wohl die Beihilfeempfänger treffen, prophezeit er. 

Aber auch in der Pflegeergänzungsversicherung rechnen die Analysten mit wachsenden Beiträgen – und deshalb auch mit Problemen im Neugeschäft. 2018 seien erneut weniger Verträge hinzugekommen. Dank der zunehmenden Wachstumsdynamik in der betrieblichen Krankenversicherung könne die Branche dieses Tief aber überstehen, heißt es in der Analyse. Das Ergänzungsversicherungsgeschäft verzeichnete laut der Untersuchung ein Plus von 2,0 Prozent. 

Ein weiteres Triebwerk der PKV ist auch die Zahnzusatzversicherung. Immer mehr Unternehmen bieten „Vollkaskoabsicherungen“ für gesetzlich Versicherte an – und das mit Erfolg, so Assekurata. „Damit sind die Zusatzversicherten theoretisch besser abgesichert als die Vollversicherten“, so Reichl. Die Entwicklung sei aber nicht nur den Kunden geschuldet, sondern auch der Motivation der PKV-Unternehmen. Die 100-Prozent-Tarife seien zwar teurer als diejenigen mit Erstattungssätzen in Höhe von 85 Prozent. Ob die Kunden bereit seien, dies auch in Kauf zu nehmen, müsse sich aber noch zeigen, so Reichl.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia