Vertrieb von Cyber-Versicherungen

Makler wünschen sich mehr Unterstützung durch Versicherer

Die Attacken aus dem Internet auf kleine und mittelständische Unternehmen steigen. Spezielle Cyber-Versicherungen können die Folgen reduzieren. Doch begegnen Makler im Beratungsgespräch vielen Hürden. Die Unternehmer sehen oft keinen Bedarf und Makler fühlen sich zu dem Thema nicht gut genug geschult.
© dpa/picture alliance
Längst sind nicht mehr nur große Konzerne von Cybercrime betroffen. Auch kleine und mittelständische Firmen können zum Opfer werden. Sich gegen die Folgen einer Attacke abzusichern, dafür sehen allerdings viele Unternehmer keinen Bedarf.

Viele Unternehmen sehen derzeit offenbar noch keinen großen Bedarf, sich gegen die Folgen von Cyber-Attacken mit einer entsprechenden Versicherung abzusichern. Das jedenfalls nehmen laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag von HDI viele Makler wahr. Etwa 200 Makler beteiligten sich an der Befragung.

Fast zwei Drittel der Umfrageteilnehmer (63 Prozent) gaben als Hürde zur Vermittlung von Cyber-Policen an, dass Kunden Risiken und den konkreten Bedarf für einen entsprechenden Versicherungsschutz nicht sehen. Zudem sagen 21 Prozent der Makler, dass Kunden die Cyber-Produkte nicht verstehen.

Die meisten Makler wünschen sich daher gezielte Unterstützung durch die Versicherungsunternehmen bei diesem Thema. Als Service, der die Beratungsgespräche beim Kunden erleichtern kann, steht bei den Umfrageteilnehmern der Wunsch nach Belegen für die Wirksamkeit des Cyber-Versicherungsschutzes ganz vorne.

Nur konkrete Beispiele überzeugen den Kunden

Vor allem Schadenbeispiele (43 Prozent) und Erläuterungen zum Prozess im Schadenfall (37 Prozent) könnten die Notwendigkeit dieses Schutzes verdeutlichen. Wünsche nach ausführlichen Erklärungen zu Produkt und Präventionsmöglichkeiten folgten mit 31 Prozent beziehungsweise 27 Prozent der Befragten. Argumentationshilfen, digitales Informationsmaterial oder Präventionsunterstützung wünschte sich jeweils rund ein Viertel der Teilnehmer.

Ferner haben die Makler selbst nach eigener Einschätzung zum Teil noch Nachholbedarf zum Thema Cyber-Versicherung. 47 Prozent der Befragungsteilnehmer empfinden das Thema Cyber-Sicherheit im Beratungsgespräch als sehr komplex. Etwas mehr als jeder Zehnte (12 Prozent) meint, dass sein eigener Kenntnisstand zu gering sei, um das Thema Cyber-Versicherung aktiv beim Kunden anzusprechen.

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Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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