Konsolidierung am GKV-Markt

Noch eine Krankenkasse weniger

Die Fusionitis unter den gesetzlichen Krankenkassen hält an: Die BKK Firmus und die Heimat Krankenkasse wollen sich zusammenschließen. Das ist nicht die einzige anstehende Fusion für die BKK Firmus.
Alles geklärt: Erneut schließen sich zwei Krankenkassen zusammen
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Alles geklärt: Erneut schließen sich zwei Krankenkassen zusammen

Die BKK Firmus wächst weiter. Zum 1. Juli 2027 will sie mit der Heimat Krankenkasse fusionieren. Die Verwaltungsräte der beiden Gesellschaften haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Die BKK Firmus vereint bereits mehrere Betriebskrankenkassen und verfügt über rund 1,2 Millionen Versicherte.

Durch die geplante Fusion kommen mehr als 100.000 Versicherte der Heimat Krankenkasse hinzu, deren Wurzeln in der 1952 gegründeten Betriebskrankenkasse für die Dr. August Oetker Nährmittelfabrik liegen. Schon vorher soll der Kundenstamm um mehr als 40.000 weitere Versicherte wachsen. Zum Jahreswechsel stehen Fusionen mit den beiden kleineren Betriebskrankenkassen BKK Pfaff und BKK Rieker Ricosta Weisser an.

Beim Zusammenschluss mit der Heimat Krankenkasse sollen alle ihre Geschäftsstellen, inklusive der Hauptgeschäftsstelle in Bielefeld, sowie die Arbeitsplätze der rund 260 Beschäftigten erhalten bleiben.

BKK Firmus bald wieder bundesweit geöffnet

Nach erfolgter Vereinigung ab Juli 2027 wird die BKK Firmus wieder bundesweit geöffnet und damit für Personen aller Bundesländer wählbar sein. Am 14. April 2026 hat das Bundesamt für Soziale Sicherung das Neugeschäft der BKK in den sechs Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen gestoppt. Hier können neue Kunden seitdem nicht mehr von dem äußerst günstigen Zusatzbeitrag in Höhe von 2,18 Prozent der BKK Firmus profitieren.

Grund für den Stopp war, dass die Trägerbetriebe Standorte geschlossen hatten und so nicht mehr mit Betriebsstätten in den Bundesländern vertreten waren, was jedoch eine Voraussetzung für die Neuaufnahme von dortigen Kunden ist.

Im Sinne des Bundesgesundheitsministers

Auch andere Krankenkassen planen Fusionen. So will die mkk – Meine Krankenkasse durch die Fusion mit der BKK Pfalz weiterwachsen und die IKK gesund plus durch den Zusammenschluss mit der IKK Brandenburg Berlin. Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen wird also weiter schrumpfen. Das dürfte auch Gesundheitsminister Carsten Linnemann gefallen. Er würde die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen gern auf rund 20 reduzieren. Aktuell gibt es 93 gesetzliche Krankenkassen am Markt.

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Autorin

Sabine

Groth

Sabine Groth schreibt seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig über Geldanlage sowie weitere Finanz- und Wirtschaftsthemen, seit 2009 als freie Journalistin. Zu ihren Auftraggebern zählen vor allem Fachmagazine und -portale.

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