Zweitgrößter Krankenversicherer

Ergo nimmt DKV als Marke vom Markt

Die Ergo will sich künftig nur noch auf eine einzige Hausmarke konzentrieren. Deshalb soll die DKV bis Ende 2027 als Marke verschwinden. Für Kunden soll sich aber nichts ändern.
Ergo-Logo vor dem Hauptsitz in Düsseldorf: Nur noch auf eine Marke konzentrieren
© Ergo
Ergo-Logo vor dem Hauptsitz in Düsseldorf: Nur noch auf eine Marke konzentrieren

Die Ergo will die hauseigene Marke Deutsche Kranken-Versicherungs-AG, die DKV, vom Markt nehmen. Sie soll künftig unter der Marke Ergo laufen. Das berichtete zuerst der „Versicherungsmonitor“. Eine Sprecherin der Ergo bestätigte es auf Anfrage. Demnach wolle man die Marke DKV bis Ende 2027 „vollständig in die Kernmarke Ergo integrieren“.

Wie sie weiter ausführt, wolle man Verträge und Tarife nicht verändern. Für Kunden bleibe alles gleich.

Damit verschwindet der zweitgrößte private Krankenversicherer nach der Debeka, gemessen an Beitragseinnahmen und Kundenzahl (4,3 Millionen, laut V.E.R.S. Leipzig). In Bezug auf die Krankenvollversicherten (666.000) schiebt sich die Axa Krankenversicherung auf Rang 2 zwischen Debeka und DKV.

Wie der „Versicherungsmonitor“ weiter berichtet, liegt die Entscheidung daran, dass sich das Suchverhalten im Internet verändert. Künstliche Intelligenz ersetzt zunehmend die klassische Google-Suche. Um dort Unternehmensmarken nach vorn zu bringen, ist deutlich erhöhter Aufwand nötig. Und den verwendet die Ergo lieber auf ihre Hauptmarke als noch zusätzlich auf die DKV.

Offenbar teilt die Ergo die Entscheidung mit gutem Grund so früh mit – schließlich sind es noch anderthalb Jahre, bis die DKV wirklich verschwunden ist. Man wolle sich Zeit nehmen, um die Veränderungen „sorgfältig und professionell umzusetzen“, so die Sprecherin.

Und dann gibt sie ein Versprechen aus: „Wir werden alle erforderlichen Ressourcen einsetzen, um unsere Vertriebsteams und Partner in diesem Prozess zu unterstützen, zu informieren und auszustatten […]. Neben speziellen Tools für unsere Teams und Partner werden wir gezielte Kommunikationskampagnen in der Öffentlichkeit einsetzen, um den Übergang zu begleiten und die Markenbekanntheit in der Öffentlichkeit weiter zu stärken.“

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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