Eigentlich wollten sich die Krankenkassen BIG Direkt Gesund und Salus BKK Anfang 2027 zusammenschließen. Doch daraus wird nun nichts mehr. Man habe sich „nach intensiver Analyse entschieden, die geplante Fusion mit der Salus BKK nicht weiterzuverfolgen und die Kooperation zu beenden“, teilt die BIG Direkt Gesund mit. Man passe strategisch nicht zusammen.
Die Salus BKK bezeichnet das Ende der Kooperation als „nachvollziehbaren Schritt“. Weiter zeigt ihre Auskunft, dass in den Gesprächen einige Dinge wohl nicht gepasst haben. Sie lege Wert auf „ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis, eine schnelle, kundennahe und vor allem persönliche Bearbeitung von Anliegen“, teilt sie mit. All das habe man bislang mit „ausgesprochen geringen Verwaltungskosten“ hinbekommen. Und dann kommt der vielsagende Satz: „Diese Werte müssen auch einer potenziellen Fusion standhalten.“
Wobei die Entscheidung von Seiten der BIG Direkt Gesund kam, wie unsere Nachfrage bestätigte. Dort prüfe man nun „grundsätzlich Optionen, die unsere strategische Weiterentwicklung sinnvoll unterstützen“, heißt es weiter. Das könne auch Kooperationen und Fusionen einschließen – aber „immer mit Augenmaß und ohne Aktionismus“.
Bei der Salus BKK scheint das Thema Zusammenschluss hingegen erst einmal vom Tisch zu sein. Sie sei „zuversichtlich für eine eigenständige Zukunft“, teilt sie mit und weiter: „Fusionen sind für uns nur dann ein sinnvoller Schritt, wenn diese zum Vorteil unserer Versicherten und Partner sind.“
Den Plan, sich zusammenzuschließen, hatten BIG Direkt Gesund und Salus BKK im September 2025 geäußert und schon den entsprechenden Kooperationsvertrag unterschrieben. Eine Kasse mit mindestens einer Million Versicherten hatten die beiden werden wollen.
„Es war uns wichtig, die Situation im Vorfeld realistisch zu bewerten und eine Entscheidung zu treffen, die nachhaltig tragfähig ist“, erklärt Verwaltungsratschef Helmut Krause von BIG Direkt Gesund. In den Gesprächen sei deutlich geworden, dass sich beide Häuser die künftige Ausrichtung beziehungsweise Zusammenarbeit unterschiedlich vorgestellt hatten.
Anmerkung vom 6. Mai 2026: Die Stellungnahme der Salus BKK lag uns nicht rechtzeitig am 5. Mai vor. Wir haben sie nachträglich eingearbeitet.
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