Weltfrauentag, Tag der Rückengesundheit, Tag des Haustiers – auf Social-Media begegnen uns ständig verschiedenste Aktionstage.
Und ja: Sie können funktionieren. Nicht, weil der Algorithmus sie per se liebt, sondern weil Aktionstage einen klaren Vorteil haben: Sie liefern einen Anlass, ein bestimmtes Thema anzusprechen, das ohnehin wichtig ist – nur eben mit einem Aufhänger, der sofort verstanden wird.
Genau da liegt aber auch die Gefahr. Wer zu jedem Aktionstag irgendwas postet, wirkt schnell wie ein gut gemeinter Kalenderbot: austauschbar, beliebig, ohne eigene Idee. Das ist das Gegenteil von dem, was du als Makler aufbauen willst: Vertrauen, Wiedererkennung, Relevanz.
Der Schlüssel ist deshalb nicht „Mitmachen“, sondern „Auswählen“. Frag dich bei jedem Aktionstag drei Dinge:
Wenn du dreimal „Ja“ sagen kannst: perfekt. Wenn nicht: ignorieren. Aktionstage als Postings zu nutzen, ist keine Pflicht.
Ein paar Beispiele, wie Aktionstage richtig gut werden können:
Statt „Happy Women’s Day“ kann ein Beitrag stark sein, der ein Thema aufgreift, das dir wirklich in deiner täglichen Praxis begegnet: Welche Herausforderungen haben Frauen in der Altersvorsorge? Stichworte: Teilzeit, Care-Arbeit, Gehaltslücke, längere Lebenserwartung. Wer das konkret und verständlich erklärt – gern auch mit einer kurzen Story oder einem typischen Muster aus dem Alltag – zeigt Kompetenz, ohne platt zu wirken.
Hier liegt eine saubere Brücke zur Arbeitskraftabsicherung auf der Hand. Rückenprobleme sind häufiger Auslöser für längere Ausfälle. Aus einem Aktionstag wird Content-Gold, wenn du ihn wie einen Mini-Ratgeber nutzt: ein kurzer Einstieg („Warum Rücken uns im Job so oft ausbremst“), drei alltagstaugliche Impulse (Bewegung, Arbeitsplatz, Pausen) und dann die Einordnung: „Was bedeutet das für die Absicherung, wenn aus ‘Ziepen’ irgendwann ‘geht nicht mehr’ wird?“ Das schafft Bewusstsein – genau das, wofür Aktionstage gedacht sind.
Aktionstage dürfen auch leicht sein, wenn sie zu dir passen. Der Tag des Haustiers ist perfekt für Community und Sympathie. Beispiel: ein Karussellpost „Unser Team & unsere tierischen Kollegen“, jede Person ein Foto mit kurzem Satz („Das ist Luna, sie kontrolliert meine Pausen“). Und dann ein klarer Call-to-Action: „Zeig dein Haustier in den Kommentaren.“ Ergebnis: Interaktion, Reichweite, Beziehung. Und ganz nebenbei ein Blick hinter die Kulissen, der Vertrauen aufbaut.
Wichtig ist: Aktionstage sind nicht der Inhalt, sie sind der Rahmen. Unsere Aufgabe ist es, diesen Rahmen kreativ zu füllen: mit Story, Standpunkt, Praxisbezug, Humor oder konkretem Mehrwert. Ein guter Aktionstags-Post fühlt sich nicht nach „Wir mussten noch was posten“ an, sondern nach „Endlich reden wir mal darüber“.
Unser Tipp zum Schluss: Nimm dir einmal im Quartal 20 Minuten, schau dir die kommenden Aktionstage an und pick dir gezielt die raus, die wirklich zu dir passen. Plane nicht „einen Post“, sondern eine Idee, die du auf deine Art umsetzt. Genau solche kleinen Routinen sind übrigens auch ein Teil unserer Social Media Maklerclass, weil sie aus spontanen Ideen planbare Postings machen.
Nadja Smeilus und Patrick Hamacher sind Teil der Biomex GmbH und unterstützen Vermittlerinnen und Vermittler dabei, sich auf Social Media sichtbar, professionell und authentisch zu positionieren. Mit der „Social Media Maklerclass“ haben sie einen Videokurs entwickelt, der praxisnah zeigt, wie Vermittler Reichweite aufbauen, Vertrauen schaffen und Kunden gewinnen – auch ohne Kamera-Erfahrung oder Marketingstudium.
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