Cybercrime ist weiter auf dem Vormarsch. Das berichtet die Debeka, die jüngst einen sehr teuren Fall in ihrer 2025 gestarteten Cyberversicherung für private Haushalte zu regulieren hatte.
Der Kunde bekam einen Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter der IT-Sicherheitsabteilung seiner Bank. Dieser warnte ihn vor verdächtigen Abbuchungen von seinem Konto über 12.000 und 9.900 Euro. Der vermeintliche IT-Mann forderte den Kunden auf, ein spezielles Antivirenprogramm zu installieren.
Als der Kunde misstrauisch wurde, nannte der Betrüger persönliche Daten seiner Ehefrau. Der Kunde biss an. Um die angeblichen Abbuchungen rückgängig zu machen, autorisierte der Mann mehrere Transaktionen per Photo-TAN. Beim Blick ins Online-Banking kam dann das böse Erwachen.
Der Kunde wandte sich an seine Bank, die aber eine Erstattung ablehnte, weil der Kunde die Überweisungen ja selbst autorisiert hatte. Zwar konnten durch Überweisungsrückrufe noch rund 3.600 Euro zurückgeholt werden, doch rund 18.315 Euro blieben verloren.
Die Debeka erstattete den Schaden. „Dieser Fall zeigt eindrücklich, wie professionell Cyberkriminelle heute vorgehen. Sie nutzen persönliche Informationen, um Vertrauen aufzubauen, und setzen ihre Opfer unter Zeitdruck“, sagt Normann Pankratz, Vorstandsmitglied der Debeka. Eine Cyberversicherung sei daher längst kein Luxusprodukt mehr, vor allem nicht bei ihrem meist nicht allzu hohen monatlichen Preis.
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