Unfallversicherung

Die teuersten Sportunfälle der Deutschen

Fußball mag zwar Hobbysportart Nummer 1 sein und für die meisten Unfälle sorgen. Doch die teuersten liefern zwei andere Sportarten ab. Der HDI hat ausgerechnet, wie sehr sie zu Buche schlagen.
© picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand
Wintersportler am Söllereck: Die teuersten Sportunfälle entstehen auf der Skipiste

Die meisten Sportunfälle geschehen im Fußball – so weit, so bekannt. Doch die teuersten Unfälle gibt es im Skisport und Reitsport. Das ermittelte der Versicherer HDI, indem er seine Statistiken in der Unfallversicherung auswertete.

Der große Unterschied in den Kosten ergibt sich darüber, dass die Verletzungen schwerer sind und länger behandelt werden müssen. Außerdem zahlt die Unfallversicherung auch Rettungs- und Bergungskosten (im Fußball kaum erforderlich), behinderungsbedingte Mehraufwendungen und Krankenhaustagegeld.

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Womit wir zum Spitzenreiter kommen. Im Skisport passieren nach dem Fußball die zweitmeisten Unfälle. Sie sind aber mit Abstand die teuersten. Laut HDI liegen die durchschnittlichen Kosten bei etwa 7.500 Euro pro versichertem Schadenfall, beim Fußball sind es lediglich 4.500 Euro. „Ursachen für die hohen Kosten bei Skiunfällen sind neben der Häufigkeit schwerer Verletzungen auch Kosten für oft notwendige Reha-Maßnahmen. Aber auch Bergungskosten oder Leistungen bei bleibenden Schäden treiben die Durchschnittskosten pro Schadenfall in die Höhe“, erklärt Christoph Kemmner, Schadenleiter der HDI Versicherung.

Auf Rang 2 landet mit mehr als 6.000 Euro je Unfall der Reitsport. Allein wenn jemand aus dem Sattel auf den Boden stürzt, kann das schon ernste Folgen haben. Kracht man sogar in ein Hindernis, kann es noch dramatischer werden.

Außerdem wirft der HDI einen Blick aufs untere Ende der Liste. Dort liegen Gymnastik und Leichtathletik mit Kosten von 2.500 Euro je Unfall. Die Folgen sind im Durchschnitt eher leicht. Und hohe Bergungskosten dürften auch nur selten anfallen.

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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