Generationenvertrag: „Eine Frechheit“

Jüngere klagen über zu hohe finanzielle Belastung

Der Generationenvertrag steht auf der Kippe. Die Jüngeren fühlen sich zu stark belastet. Die Älteren sind bei Reformen eher skeptisch. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge.
Ist auch schon Thema im Karneval: Der Generationenvertrag steht auf der Kippe, zeigt eine aktuelle Umfrage.
© picture alliance/Panama Pictures/Christoph Hardt
Ist auch schon Thema im Karneval: Der Generationenvertrag steht auf der Kippe, zeigt eine aktuelle Umfrage.

Viele jüngere Menschen in Deutschland bewerten das Umlagesystem zur Rente als ungerecht. 44 Prozent sind der Meinung, die finanzielle Belastung der jüngeren Generation durch Renten- und Sozialsysteme seien „zu hoch“. Ein gutes Drittel hält sie für angemessen. 14 Prozent meinen sogar, die Belastung sei zu gering.

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Das geht aus der repräsentativen Generationenstudie „Konsens oder Konflikt – wie verstehen sich Generationen?“ des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) hervor.

„Wir wissen seit Jahrzehnten, dass das System kippen wird – und tun zu wenig, um es zu ändern“, sagt Generationenforscher Rüdiger Maas, der die Studie begleitet hat. „Der Generationenvertrag ist eine Frechheit gegenüber den Jüngeren: Sie finanzieren ein System, von dem sie selbst kaum noch profitieren werden.“

Reformen müssen also her. Und das ist auch eigentlich allen klar. Aber wenn es um konkrete Vorschläge geht, ist die Ablehnung meist hoch – vor allem bei den Älteren. So finden beispielsweise nur 10 Prozent der 60- bis 69-Jährigen eine Erhöhung des Rentenalters gut. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 17 Prozent.

Einer Erhöhung der Rentenbeiträge fänden 30 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sinnvoll. 16 Prozent sind es nur bei den Menschen in ihren Sechzigern.

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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