Ausgaben und Einnahmen

Wohnen wird relativ günstiger

Im Rahmen des Wohnatlas der Postbank ermittelten Forscher, welcher Anteil am Einkommen fürs Wohnen draufgeht. Mit einer grundsätzlich guten Nachricht.
Züllsdorf im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster: In dieser Gegend ist es deutlich günstiger zu kaufen als zu mieten
© picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Soeren Stache
Züllsdorf im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster: In dieser Gegend ist es deutlich günstiger zu kaufen als zu mieten

Der Anteil am Einkommen, den Menschen in Deutschland fürs Wohnen ausgeben müssen, ist im Jahr 2023 gesunken. Das ermittelte das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) für den Postbank Wohnatlas.

Für die Studie verglichen die Wissenschaftler die Einkommen mit Nettokaltmieten und anfänglichen Kreditraten in 400 deutschen Regionen. Dabei ging es um Wohnungen mit 70 Quadratmetern Wohnfläche. Beim Kauf unterstellten sie eine Kreditsumme von 80 Prozent des Kaufpreises, inklusive Steuer und Notarkosten, mit einem Zinssatz von 3,5 Prozent und einer Anfangstilgung von 2,5 Prozent. Nebenkosten für Makler und Sanierung blieben außen vor.

Das Ergebnis: Gegenüber dem Vorjahr sank 2023 der durchschnittliche Einkommensanteil für die Nettomiete leicht von 14,4 auf 14,1 Prozent. Wesentlich stärker ging es für Immobilienkäufer hinab. Während der Ratenanteil am Einkommen über alle Regionen 2022 noch bei 24,5 Prozent lag, ging er 2023 um 5,1 Prozentpunkte auf 19,4 Prozent zurück.

Einkommensbelastung, wenn man eine Wohnung kaufen will (Quelle: Postbank Wohnatlas)
Einkommensbelastung, wenn man eine Wohnung kaufen will (Quelle: Postbank Wohnatlas)

Allerdings mussten Käufer in 33 Regionen im Schnitt mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Kreditrate auf den Tisch legen. In acht Regionen waren es sogar mehr als 40 Prozent, darunter die Großstädte München, Berlin und Hamburg.

Die anteilige durchschnittliche Einkommensbelastung durch Nettokaltmieten bleibt deutschlandweit außer in Berlin und München unter der 25-Prozent-Schwelle. Allerdings kommt sie dieser Marke in Freiburg und Heidelberg mit rund 24 Prozent schon relativ nah.

Ziemlich stark stieg die Belastung in Berlin. Der Einkommensanteil für die Nettokaltmiete einer 70-Quadratmeter-Wohnung legte gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Prozentpunkte auf 26,4 Prozent zu.

Die HWWI-Forscher haben zudem ermittelt, in welchen Regionen es viel günstiger ist zu kaufen als zu mieten. Folgende sind es:

Regionen, in denen es günstiger ist, eine Wohnung zu kaufen als eine zu mieten (Quelle: Postbank Wohnatlas)
Regionen, in denen es günstiger ist, eine Wohnung zu kaufen als eine zu mieten (Quelle: Postbank Wohnatlas)

Mehr zum Thema

Wann gehört die Sterbegeldversicherung zum Schonvermögen?

Es ist wieder Wirtschaftskrise, und es kann so schnell gehen: Private Insolvenz, Arbeitslosigkeit und sonstige…

Bafin warnt Verbraucher vor drei bestimmten Risiken

Frisch zum Jahresbeginn hat die Finanzaufsicht Bafin ihren Bericht zu wichtigen Risiken vorgelegt. „Risiken im…

Ein Drittel der Versicherer verzinst mit mindestens 3 Prozent

Das höhere Zinsniveau an den Kapitalmärkten hinterlässt weiter Spuren, auch in den klassischen Lebensversicherungen von…

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia