Statistik

Teilzeitquote steigt weiter leicht, aber stetig

Erneut arbeiten mehr Menschen verkürzt als im Jahr zuvor. Die Teilzeitquote steigt leicht, aber stetig. Nur gibt es vor allem zwischen den Geschlechtern höchst unterschiedliche Gründe dafür.
© picture alliance / dpa-tmn | Christin Klose
Frauen arbeiten wegen der Kindererziehung häufiger in Teilzeit als Männer.

Der Trend in Richtung Teilzeitarbeit läuft weiter. Im Jahr 2023 waren 31 Prozent der Angestellten hierzulande in Teilzeit, meldet das Statistische Bundesamt (Destatis). Gegenüber dem Vorjahr ging die Teilzeitquote damit um einen Prozentpunkt hinauf.

Während 2023 jede zweite Frau einer Teilzeitbeschäftigung nachging, lag die Teilzeitquote unter den Männern mit 13 Prozent deutlich niedriger. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern hat die Teilzeitbeschäftigung in den vergangenen zehn Jahren leicht zugenommen. Damals waren es noch 48 Prozent der Frauen und 10 Prozent der Männer. Insgesamt hatte die Teilzeitquote bei 28 Prozent gelegen.

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Die Geburt des eigenen Kindes führt vor allem bei Frauen dazu, die Arbeitszeit zu kürzen. Im Jahr 2023 gingen 67 Prozent aller Mütter mit mindestens einem Kind einer Teilzeitbeschäftigung nach, aber nur 9 Prozent aller Väter. Zum Vergleich: Bei Beschäftigten ohne Kinder sind die Unterschiede geringer. Hier lag die Teilzeitquote von Frauen bei 39 Prozent, Männer ohne Kinder arbeiteten zu 16 Prozent in Teilzeit.

Gründe für Teilzeit

Während 27 Prozent der teilzeitbeschäftigten Frauen die Betreuung von Kindern als Grund für die verkürzte Arbeitszeit angaben, traf das bei Männern lediglich auf knapp 6 Prozent zu. Der Unterschied bleibt auch bestehen, wenn man nur teilzeitbeschäftigte Eltern betrachtet, wenngleich auf höherem Niveau. Während 63 Prozent der Mütter mit minderjährigen Kindern in Teilzeit die Betreuung von Kindern als Grund für ihre Teilzeitarbeit angaben, waren es bei Vätern lediglich 29 Prozent.

Unter allen Teilzeitbeschäftigten war für 24 Prozent der Männer eine Aus- oder Fortbildung beziehungsweise ein Studium ursächlich für die Teilzeitbeschäftigung. Bei Frauen traf dies nur auf 8 Prozent zu. Auch Krankheit oder das fehlende Angebot von Vollzeitjobs können Gründe für Teilzeitarbeit sein.

Mehr als ein Viertel (27 Prozent) der insgesamt 12,2 Millionen Teilzeitbeschäftigten arbeitet einfach auf eigenen Wunsch weniger, ohne dass die genannten Gründe – gesundheitliche Einschränkungen oder andere familiäre Verpflichtungen – eine Rolle spielen. Ihr Anteil war unter Frauen mit 29 Prozent etwas höher als unter Männern mit 23 Prozent.

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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