IVFP-Rating Grundfähigkeitsversicherung

Individuell zusammengestellt ist nicht viel teurer als All-in-One

Die Grundfähigkeitsversicherung wird mit ihrer Absicherung von körperlichen und geistigen Fähigkeiten ohne Bezug auf ein Berufsbild immer wichtiger, vor allem, wenn eine Berufsunfähigkeit nicht möglich ist. Die Vielfalt der Tarife macht sie schwer vergleichbar, und doch legt das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) nun ein Rating vor.
IVFP-Chef Michael Hauer
© IVFP
IVFP-Geschäftsführer Michael Hauer

Die Note „Exzellent“ erreichten sechs Gesellschaften und weitere 29 erhielten ein „sehr gut“ für ihre Tarife im aktuellen Rating zur Grundfähigkeitsversicherung des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP). In ihren Definitionen zu den versicherbaren Grundfähigkeiten sei das Tarifangebot sehr umfangreich geworden, heißt es dabei. Beispielsweise im Bereich „Gehen“ seien viele Fähigkeiten hinterlegt – was genau „Gehen“ im Sinne der jeweiligen Versicherung bedeutet, etwa 400 Meter weit, auf ebener Fläche, mit Pausen oder ohne und vieles mehr.

Ein Vergleich sei deswegen schwierig und ein umfassendes Rating komplex, insbesondere, weil das IVFP sowohl Leistungen als auch Preise berücksichtigen wollte. Dafür wurden nun 27 Versicherer, 58 Tarife, aufgeteilt auf 7 Mustertypen und insgesamt über 300 Tarifkonstellationen analysiert. „Das IVFP hat es nun geschafft, ein wohl einzigartiges Rating inklusive Preis/Leistungs-Vergleich bei den Grundfähigkeitsversicherungen zu erstellen“, sagt IVFP-Geschäftsführer Michael Hauer.

Konzepte der Versicherer in drei Arten unterteilt

Die unterschiedlichen Konzepte der Versicherer wurden zunächst in drei Arten eingeteilt: Das individuelle Konzept, das Baukasten-Konzept und das All-in-One-Konzept. Überraschend sei dabei gewesen, dass bei Preis und Leistung ein individuell zusammengestellter Tarif in der Regel nicht viel teurer ist als der eines All-in-One-Anbieters.

Allerdings seien bei der Analyse der Konzepte mehrere Grundfähigkeiten abgesichert worden, um die Kosten der unterschiedlichen Konzepte greifbar zu machen. „In der Praxis hingegen werden oftmals sehr schlanke Tarifkombinationen gewählt, das ist uns bewusst“, sagt Georg Goedeckemeyer, Leiter Rating beim IVFP. „Einen Preisunterschied aber festzustellen, der in erster Linie auf der Quantität der abgesicherten Grundfähigkeiten beruht, machte in unseren Augen wenig Sinn, daher haben wir uns für *etwas mehr* bei unseren Mustertypen entschieden.“

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Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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