Viele haben Pläne und Träume für ihren Ruhestand. Wenn es aber um die finanzielle Planung geht, ist man schnell überfordert. Professionelle Ruhestandsplanung wird aufgrund steigender Lebenserwartung immer wichtiger.
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Was die Europäische Zentralbank (EZB) unter ihrer Chefin Christine Lagarde am Donnerstag ablieferte, ist in der Geschichte des Euro bisher einmalig. Zum zehnten Mal in Folge hob sie die drei Leitzinsen in der Währungsunion ein Stückchen höher. Grund ist die noch immer hohe Inflation in einigen Teilen der Eurozone.
Mit 4,5 Prozent liegt der wichtigste Leitzins, der sogenannte Hauptrefinanzierungszins, nun so hoch wie seit über 20 Jahren nicht mehr. Zuletzt war das im August 2001 unter „Mister Euro“ Wim Duisenberg der Fall. Der senkte anschließend als Reaktion auf die Anschläge am 11. September 2001 den Zins um 0,75 Prozentpunkte auf 3,75 Prozent und kurze Zeit später noch tiefer.
Doch wie sieht der bisherige Verlauf denn nun wirklich aus? Wie lang war die Zinsdurststrecke unter dem eigensinnigen EZB-Chef Mario Draghi? Und welche Rolle spielte die Inflation? Wir haben das einmal in zwei Grafiken gepackt.

In der ersten lässt sich sehr gut erkennen, dass Leitzins und die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen zunächst fast durchweg über der (deutschen) Inflationsrate lagen. Gerade die Anleiherendite ist ein wichtiger Indikator für die Versicherungsbranche, die große Teile ihrer Vermögen in Anleihen anlegt. Der reale Zins lag also über null. Diesen Zusammenhang hob der erwähnte Draghi als erster dauerhaft auf.
Ihm gebührt auch die zweifelhafte Ehre, als bisher einziger EZB-Präsident die Zinsen nie erhöht zu haben. Außerdem war er der erste, der massiv am Markt Anleihen kaufte und damit dort die Renditen in bislang ungeahnte Tiefen drückte. Die waren aber auch schon unter seinem Vorgänger Jean-Claude Trichet kräftig gesunken. In einer zweiten Grafik zeigen wir deshalb einmal Leitzins und Anleiherenditen unter den einzelnen EZB-Präsidenten.

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