Fairness-Radar der Huk-Coburg

Nur ein Viertel der Bürger findet, dass es hierzulande fair zugeht

Im Großen und Ganzen geht es in Deutschland fair zu? Das bejaht nur gut ein Viertel der Deutschen. Unterschiede in der Wahrnehmung gibt es dabei vor allem zwischen einkommensschwächeren Bürgern und dem besserverdiendenen Teil der Bevölkerung. Das zeigt das neue Fairness-Radar der Huk-Coburg.
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Eine sogenannte Fairness Zone in Hamburg: Der Slogan soll zu einem besseren miteinander von Fußgängern und Radfahrern animieren.

27 Prozent der Deutschen finden, dass es hierzulande im Großen und Ganzen fair zugeht. Fast jeder Zweite (44 Prozent) fühlt sich dagegen persönlich fair behandelt. Das sind Kernergebnisse des repräsentativen Fairness-Radars, den die Huk-Coburg zusammen mit dem Meinungsforscher Kantar Public ins Leben gerufen hat. Am Fairness-Radar haben im Mai und Juni 3.588 Bürgerinnen und Bürger teilgenommen.

Das Fairness-Empfinden der Befragten steigt dabei mit zunehmendem Einkommen: So stimmen 29 Prozent der Befragten mit einem Einkommen unter 1.500 Euro der Frage „In meinem Leben fühle ich mich im Allgemeinen fair behandelt“ zu, während es bei einem Nettoeinkommen von mehr als 5.000 Euro schon 65 Prozent sind.

Auch bei der Fairness in Deutschland insgesamt (21 versus 47 Prozent), bei zwischenmenschlichen Beziehungen (23 versus 47 Prozent) sowie an Schulen und Universitäten (23 versus 44 Prozent) klafft die Wahrnehmung der einkommensschwächsten und der einkommensstärksten Befragten weit auseinander. Allerdings: Die Fairness am Wohnungsmarkt (10 versus 11 Prozent) und im Gesundheitswesen (24 versus 31 Prozent) beurteilen die Befragten beider Gruppen etwa gleich.

Der deutsche Wohnungsmarkt wird am wenigsten fair beurteilt – insgesamt finden nur 10 Prozent der Befragten, dass es dort „fair zugeht“. Am fairsten empfinden die Deutschen den Sport: 35 Prozent bewerten diesen Bereich als fair. Männer stufen Fairness auf persönlicher (47 Prozent) und gesellschaftlicher Ebene (32 Prozent) höher ein als Frauen (41 Prozent und 23 Prozent). Den größten Gender-Gap gibt es im Berufsleben, das 27 Prozent der Männer und 16 Prozent der Frauen als „fair“ empfinden.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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