Reduktion des Kreditrisikos

Zurich verkauft Lebensversicherungs-Altbestand in Italien

Die Zurich Insurance Group verkauft ihren Lebensversicherungs-Altbestand in Italien an die portugiesische Versicherungsgesellschaft Gama Life. Die Transaktion setze ungefähr 1,2 Milliarden US-Dollar frei und erhöhe damit die Quote des Schweizer Solvenztests (SST) um 11 Prozentpunkte, teilte der Versicherungskonzern mit.
© picture alliance/dpa | Horst Galuschka
Das Logo der Zurich am Verwaltungsgebäude in Köln: Der Versicherer gibt Altbestände aus Italien ab.

Die Zurich hat angekündigt, ihren Altbestand an Lebens- und Rentenpolicen in Italien an die portugiesische Gama Life Versicherung zu verkaufen. Das geht aus einer aktuellen Mitteilung des Unternehmens hervor. Die Transaktion werde Kapital in Höhe von ungefähr 1,2 Milliarden Dollar freisetzen und die Solvenzquote basierend auf dem Regelwerk des Schweizer Solvenztests (SST) um 11 Prozentpunkte erhöhen, so der Schweizer Versicherungskonzern. Darüber hinaus werde die Liquidität der Gruppe um etwa 200 Millionen US-Dollar steigen.

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Laut der Mitteilung werden bei dem Verkauf rund 9,5 Milliarden Dollar an Nettoreserven an Gama Life übertragen. Eine Zustimmung der zuständigen Regulierungsbehörden steht zwar noch aus. Die Zurich geht aber davon aus, dass diese in der zweiten Jahreshälfte erteilt wird.

Der Verkauf verdeutliche das Engagement des Versicherers, die Kapitalnutzung in den Lebensversicherungsaltbeständen zu verbessern, kommentiert George Quinn, Group Chief Financial Officer der Zurich, den Schritt. Die Transaktion reduziert zudem unser Zins- und Kreditrisiko und ermöglicht es uns, uns auf die Bereiche des italienischen Lebens- und Rentenmarktes zu konzentrieren, in denen wir unsere Kunden am besten bedienen können. Wir sind zuversichtlich, dass Gama Life unseren Kunden weiterhin die gleiche hohe Servicequalität bieten wird, die sie erwarten.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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