Rentenversicherungsbericht 2021

Rentenkasse muss auf ihre Reserven Strafzinsen zahlen

Für ihre Rücklage, die die Deutsche Rentenversicherung bei Banken parkt, fallen in diesem Jahr wegen der Geldpolitik der EZB rund 150 Millionen Euro Strafzinsen an.
© picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Michael Sohn
Die Deutsche Rentenversicherung muss im Jahr 2021 rund 150 Millionen Euro Negativzinsen für die Einlage ihrer Reserven zahlen.

Wer viel Geld auf einem Konto parkt, wird heutzutage dafür bestraft. Wegen der aktuellen Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) fallen dann Strafzinsen an. Das trifft zum Beispiel auch die Deutsche Rentenversicherung. Voraussichtlich 150 Millionen Euro muss sie in diesem Jahr wegen des negativen Einlagezinses der EZB zahlen.

In den Jahren 2022 und 2023 werden wohl weitere 221 Millionen Euro dazu kommen. Das geht aus dem Rentenversicherungsbericht 2021 (Seite 29) der Deutschen Rentenversicherung hervor. Die „Bild“-Zeitung berichtete zuerst darüber.

Dabei legt die Deutsche Rentenversicherung ihre sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage an. Sie beträgt nach den jüngsten Zahlen im Oktober rund 33 Milliarden Euro. „Insgesamt betrachtet hat die Zinsentwicklung nur untergeordnete Auswirkungen auf die Finanzsituation in der gesetzlichen Rentenversicherung“, wird ein Sprecher der Rentenversicherung zitiert.

So liegen die Ausgaben der Rentenkasse im Jahr 2021 bei 341,6 Milliarden Euro. Die Negativzinsen machen daran einen Anteil von 0,04 Prozent aus. Die laufenden Ausgaben der Rentenversicherung würden grundsätzlich aus den laufenden Beitragseinnahmen und den Bundeszuschüssen finanziert.

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Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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