Sozialverband appelliert an künftige Regierung

„Keine Experimente in Richtung Aktienrente“

Am Wochenende hat Deutschland gewählt – und noch in dieser Woche stehen die ersten Sondierungsgespräche zwischen den Parteien an. Das Thema Altersvorsorge wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Der Sozialverband VdK hat sich deshalb mit einem Appell an die Parteien gewandt und vor „Experimenten in Richtung Aktienrente“ gewarnt. Eine solche berge „viel zu viele Risiken“.
© picture alliance / Bernd von Jutrczenka/dpa | Bernd von Jutrczenka
Ist seit 2018 Präsidentin des VdK: Verena Bentele.

Nach der Wahl ist vor den Sondierungen – und noch in dieser Woche soll es losgehen. In Anbetracht dessen hat sich der Sozialverband VdK an die Parteien gewandt: „Der VdK erwartet von einer künftigen Bundesregierung eine Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung“, sagte kürzlich VdK-Präsidentin Verena Bentele der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).  

In ihren Augen bedeute das: „Keine Experimente in Richtung Aktienrente.“ Denn laut Bentele bergen „Anlagen auf dem Kapitalmarkt wegen Kursschwankungen viel zu viele Risiken“. Hintergrund: Die FDP verlangt in ihrem Wahlprogramm die Einführung einer ergänzenden Aktienrente (wir berichteten).

Die Menschen wollten auch weiterhin einschätzen können, wie hoch ihre Rente in Zukunft ausfallen werde, meint Bentele weiter. „Darum sind wir dagegen, die bewährte, umlagefinanzierte gesetzliche Rente zu schwächen. Stattdessen muss sie durch eine breitere Finanzierung, die alle Erwerbstätigen einbezieht, also auch Beamte und Selbstständige, gestärkt werden“, so die VdK-Präsidentin.

Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Reiner Hoffmann, sieht das ähnlich. „Die Menschen verlangen sichere Jobperspektiven und die Aussicht auf eine verlässliche, umlagefinanzierte Rente, die keinesfalls unter 48 Prozent fallen darf und die nicht den Risiken der Kapitalmärkte ausgesetzt werden darf“, erklärte er gegenüber der NOZ.

„Außerdem erinnern wir an die Zusage der SPD, der FDP und der Union, die Erwerbsminderungsrente zu stärken“, ergänzt Bentele. „Alle Erwerbsminderungsrentner müssen von den in der Vergangenheit beschlossenen Verbesserungen profitieren und nicht nur jene, die nach 2019 erwerbsgemindert geworden sind.“

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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Eine Antwort

  1. Der DGB und andere, auch die Politik kann sich gerne von mir beraten lassen. Ganz ohne Pensionsansprüche und eine Stunde kostenfrei, dass wird genügen.
    Weshalb anders eine adäquate Zukunftsvorsorge GARANTIERT NIEMALS erreichbar ist und weshalb nur Fehleinschätzungen, auch des Finanzministers, zu solchen Feststellungen kommen, wissen sie dann auch. Man kann aber natürlich auf die 3 Affenregel setzen, nur den Bürgern-um die es eigentlich gehen sollte, ist nicht geholfen. Also einfach melden und sich die Zusammenhänge erklären lassen. In aller Regel beiße ich nicht….

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