Die großen Versicherungsmakler Aon und Willis Towers Watson fusionieren doch nicht. Die beiden Unternehmen mit ihrem Hauptsitz in Irland wären mit dieser Fusion zum größten Versicherungsmakler weltweit aufgestiegen. 30 Milliarden Dollar sollte die Verbindung schwer sein. Grund für den Rückzug seien Einwände des US-amerikanischen Justizministeriums, es ergebe sich daraus eine Monopolstellung mit einem erwarteten Preisanstieg.
Diese Einwände hätten zu inakzeptablen Verzögerungen und Unsicherheiten geführt. Seit 16 Monaten sei an der Fusion gearbeitet worden und erst kürzlich habe die Europäische Kommission ihre Genehmigung erteilt. Jetzt sei das Ganze in eine Sackgasse geraten.
Die Position des Justizministeriums übersehe dabei, wie komplementär die Unternehmen seien, heißt es von Aon-Vorstand Greg Case in einer Pressemitteilung. Die Kombination der beiden Versicherungsmakler hätte für Innovationen sorgen können.
Nun will Aon die Kündigungsgebühr von einer Milliarde Euro an Willis Towers Watson zahlen. Beide Unternehmen wollen ihre Geschäftszahlen des zweiten Quartals 2021 sowie einen Ausblick am 30. Juli (Aon) beziehungsweise am 3. August (Willis Towers Watson) bekanntgeben.
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