Über Dreiviertel der Deutschen haben eher wenig oder sogar gar keine Ahnung, wie sie sich gegen einen Ausfall ihres Einkommens versichern können. Allerdings scheint grundsätzlich Interesse an dem Thema zu bestehen. Denn 40 Prozent wünschen sich mehr Informationen dazu – in der Altersklasse zwischen 18 bis 29 Jahren sind es sogar 59 Prozent. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der Nürnberger Versicherung (siehe Grafik).

„Wir müssen noch mehr in die Aufklärung investieren“, sagt Harald Rosenberger, Leben-Vorstand bei der Nürnberger. „Gerade mal 25 Prozent der Interviewten gaben sich zumindest eher informiert über einschlägige Versicherungsprodukte, wobei der Anteil der sehr Informierten mit fünf Prozent gering ausfällt.“ Dabei spiele der Schulabschluss keine Rolle.
Wie sehr der Experte mit seiner Einschätzung Recht hat, zeigt auch die Tatsache, dass bei der Umfrage 81 der Befragten angaben, sie hielten die Lebensversicherung für das beste Produkt zur Absicherung des Einkommens. Danach folgt mit 80 Prozent die Unfallversicherung und dann erst die Berufsunfähigkeitsversicherung (79 Prozent).
„Hier wird das ganze Defizit offensichtlich. Weder die Lebens- noch die Unfallversicherung schützen vor einem Ausfall des laufenden Einkommens. Das machen nur die Berufsunfähigkeitstarife“, so Rosenberger. Alternativprodukte wie die Grundfähigkeits- oder Dread-Disease-Versicherung kennen überhaupt nur 7 beziehungsweise 4 Prozent der Bundesbürger.
Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 2.070 Personen ab 18 Jahren in Deutschland interviewt. Die Befragung wurde Anfang Juni vom Marktforschungsunternehmen Yougov im Auftrag der Nürnberger Versichrung durchgeführt.
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