Assekurata-Analyse

PKV-Anbieter informieren zu wenig über Gesundheits-Services

Von spezieller Rückenschmerztherapie bis zur Tinnitus-App: Private Krankenversicherer (PKV) bieten ihren Kunden immer mehr Service-Leistungen an. Das Problem: Nur gut der Hälfte der Versicherten ist das überhaupt bekannt. Das hat eine aktuelle Umfrage des Analysehauses Assekurata Solutions ergeben. Mehr zu den Hintergründen erfahren Sie hier.
© picture alliance / dpa Themendienst | Christin Klose
Therapien für Versicherte mit chronischen Rückenschmerzen gehören mittlerweile zu den Gesundheitsservices vieler PKV-Anbieter.

In der privaten Krankenversicherung (PKV) haben viele Unternehmen in den vergangenen Jahren eine Transformation vom reinen Kostenerstatter zum umfassenden Gesundheitsdienstleister vollzogen.

Über ein wachsendes Angebot von speziellen Service-Leistungen positionieren sie sich als aktive „Kümmerer“. Doch trifft das überhaupt den Nerv der Kunden? Um das herauszufinden, hat das Analysehaus Assekurata Solutions, eine Tochter der Rating-Agentur Assekurata, jetzt über 500 PKV-Versicherte danach befragt, inwieweit sie mit den Gesundheitsservices ihres Versicherers vertraut sind. Das Ergebnis überrascht: Nur 50 Prozent der Befragten wissen überhaupt von den Extra-Leistungen ihrer Gesellschaft.

„Für die Unternehmen bleibt noch viel zu tun“

Während über drei Viertel der Befragten angaben, über allgemeine Informationsschreiben auf die zusätzlichen Leistungen aufmerksam geworden zu sein oder sich selbst informiert zu haben, wurden lediglich 7 Prozent direkt im Hinblick auf ihre Erkrankung vom Krankenversicherer kontaktiert.

Assekurata Solutions vermutet, dass dieser geringe Wert zum einen datenschutzrechtliche Gründe hat, zum anderen aber auch mit der schlechten Datenqualität und Datenanalyse der Gesellschaften zusammenhängt. „Auf dem Weg vom Payer zum Player bleibt hier definitiv noch viel zu tun für die Unternehmen“, resümieren die Tester. Nur mit einer bedarfsgerechten Informationspolitik würden sich auch die erhofften Effekte des Gesundheitsmanagements einstellen.

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Wie sehr die Kunden an gezielten Unterstützungsleistungen interessiert sind, zeigt der Umstand, dass 93 Prozent der Befragten einem solchen Angebot grundsätzlich offen gegenüberstehen. Nur 7 Prozent wünschen sich in dieser Hinsicht keine Unterstützung durch ihre PKV. Betrachtet man nur die chronisch Kranken steigt die Offenheit sogar auf 95 Prozent. Laut Assekurata Solutions kommt daher gerade dieser Zielgruppe eine besonders hohe Bedeutung zu.

Autor

Achim

Nixdorf

Achim Nixdorf war von April 2019 bis Mai 2024 Content- und Projekt-Manager bei Pfefferminzia. Davor arbeitete er als Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur mit dem Fokus auf Verbraucher- und Ratgeberthemen.

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