Erhöhtes Risikoempfinden

„German Angst“ hat während Pandemie zugenommen

Die sprichwörtliche „German Angst“ hat sich während der Corona-Pandemie verschlimmert. 60 Prozent der Bürger geben in einer Umfrage an, dass sich ihr Risikoempfinden aufgrund des Virus verändert habe. Andere Gefahren wie das Risiko, nicht mehr arbeiten zu können, unterschätzen die Befragten aber nach wie vor.
THEMENBILD - Reisende können sich nach der bayrischen Grenze in der Raststätte Hochfelln-Nord an der Autobahn A8 bei Bergen vom Bayerischen Roten Kreuz auf das Coronavirus Sars-CoV-2 testen lassen. In der Raststätte kann man mit dem Auto in einem abgegrenzten Bereich zu einem Container fahren und muss nicht aussteigen. Rastanlage Hochfelln-Nord, Bergen, Bayern, Deutschland am Freitag 31. Juli 2020 // After crossing the Bavarian border, travellers can have themselves tested for the corona virus Sars-CoV-2 by the Bavarian Red Cross at the Hochfelln-Nord service station on the A8 motorway near Bergen. At the rest stop, you can drive your car to a container in a delimited area and do not have to get out of the car. Rest stop Hochfelln-North, Bergen, Bavaria, Germany on Friday 31 July 2020. EXPA Pictures © 2020, PhotoCredit: EXPA/ Ernst Wukits *****ATTENTION - OUT of GER***** - 20200801_PD3617 || Nur für redaktionelle Verwendung
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In der Raststätte Hochfelln-Nord an der Autobahn A8 bei Bergen können sich Reisende auf das Corona-Virus testen lassen.

60 Prozent der Deutschen sagen, ihr Risikoempfinden habe sich aufgrund der Corona-Pandemie verändert. Mehr als jeder zweite Bürger rechnet damit, dass Infektionsrisiken das Leben in den nächsten Jahren verstärkt mitbestimmen werden. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschers Yougov im Auftrag des digitalen Versicherungsmanagers Clark unter 1.021 Personen.

63 Prozent der Befragten nehmen weiter an, dass der wirtschaftliche Abschwung anhält, verbunden mit dem Risiko von Arbeitslosigkeit. Auch mit einem wachsenden gesellschaftlichen Ungleichgewicht (53 Prozent), politischer Unsicherheit (39 Prozent) und steigender Kriminalität (37 Prozent) rechnen die Befragten 2020 in diesem und in den kommenden Jahren.

„Risiken, die Einfluss auf nationaler Ebene haben, erscheinen vielen Menschen erst einmal zu abstrakt, um sich davor individuell schützen zu können“, sagen die Clark-Versicherungsexperten. Durchschnittlich geben 18 Prozent der Studienteilnehmer an, sich nicht gegen die abgefragten Risiken schützen zu wollen. Bei den über 55-Jährigen sind es 24 Prozent. „Aber natürlich gibt es auch Möglichkeiten, um sich persönlich beispielsweise gegen verschiedene Symptome einer steigenden Kriminalität über eine Hausrat- oder Rechtsschutzversicherung abzusichern“, heißt es bei Clark weiter.

Bei der Frage nach der Bewertung von Risiken im „persönlichen Nahbereich“ sind die Deutschen dagegen sorgloser: So sehen nur 8 Prozent der Befragten ein sehr hohes oder eher hohes Risiko dafür, dass sie das Eigentum Dritter beschädigen könnten. Auch bei der Berufsunfähigkeit sind es nur 15 Prozent.

„Die Psychologie lehrt uns, dass Menschen Risiken unterschätzen, die sie meinen selbst kontrollieren zu können“, so die Clark-Versicherungsexperten. „Das beste Beispiel dafür ist die Berufsunfähigkeit: Jeder Vierte in Deutschland wird statistisch gesehen im Laufe seines Lebens berufsunfähig. Laut unserer Studie gehen jedoch 40 Prozent der Befragten davon aus, dass dieses Risiko für sie persönlich gering bis sehr gering ist.“

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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