Kürzlich griff Pfefferminzia den Fall eines Landwirts auf, der seit drei Jahren auf eine Leistung seiner Berufsunfähigkeitsversicherung wartet – wie die Sache ausgehen wird, muss das Berufungsverfahren zeigen. Das berichtete der WDR in der Sendung „Servicezeit“ am vergangenen Mittwoch.
Nun ist ein weiterer Fall öffentlich geworden, in dem ein Versicherter ebenfalls seit drei Jahren auf eine Leistung wartet – wenngleich es diesmal um eine andere Police und einen anderen Versicherer geht.
Wie „Bild“ am vergangenen Sonntag berichtete, wartet der 71-jährige Rentner Gerfried aus Wilhelmshaven seit einem Fahrradsturz im August 2016 auf eine Leistung durch seine Unfallversicherung. Diese hatte er als Metallbauer im Jahr 2006 bei der Debeka abgeschlossen (Versicherungssumme: 50.000 Euro, Monatsbeitrag 5,13 Euro).
Der Rentner fordert laut dem Bericht 5.000 Euro, die ihm aufgrund eines erlittenen Schädel-Hirn-Traumas zustehen würden. Der Unfall ereignete sich demnach auf einer Landstraße, auf der die Feuerwehr kurz zuvor eine Ölspur entfernt hatte. Der Rentner sei auf den verbliebenen Resten des Bindemittels weggerutscht.
In der Folge seien Schwindel, Gedächtnislücken und Sprachaussetzer bei dem Mann aufgetreten. Doch nachdem er die Unterlagen eingereicht habe, sei er von der Versicherung „über drei Jahre immer wieder vertröstet“ worden, so „Bild“.
Erst als sich die Zeitung der Sache annahm, sei Bewegung in den Fall gekommen, der bei der Debeka prompt zur „Eilsache“ erklärt worden sei, so die Zeitung. Das Unternehmen zahlte schließlich 5.000 „Invaliditätsleistung“ – und gab sich gehörig zerknirscht. „Leider ist bei unserer Bearbeitung etwas nicht so gelaufen, wie es hätte laufen sollen“, wird ein Sprecher von „Bild“ zitiert.
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