Rechtsschutzversicherungen

Diese Tarife empfiehlt das Verbraucherportal Finanztip

Das Verbraucherportal Finanztip hat anhand von 83 Kriterien überprüft, wie es um die Qualität von Rechtsschutzversicherungen bestellt ist – zwei Tarife konnten die Tester besonders überzeugen.
© picture alliance/Andreas Arnold/dpa
Jeder zweite Haushalt in Deutschland hat eine Rechtsschutzversicherung. Eine solche Versicherung übernimmt in vielen Fällen die Kosten eines Rechtsstreites.

Arag Komfort (für 302 Euro im Jahr bei 250 Euro Selbstbehalt) und Auxilia Jurprivat (für 289 Euro bei 250 Euro Selbstbehalt) heißen die beiden Tarife, die nach der Beurteilung des Verbraucherportals Finanztip-Experten zu den „günstigeren Rechtschutzversicherungen mit sehr umfangreichen Leistungen“ gehören.

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Der Komfort-Tarif der Arag schnitt in mehreren Rubriken besonders gut ab, etwa bei „Wartezeit und Versicherungsfall“ und „Versicherungsschutz und Umfang“. So überzeugte beim Angebot der Arag unter anderem der Punkt, dass beispielsweise alle im selben Haushalt lebenden Verwandten und Schwäger mitversichert sind. Das sei ein potenziell äußerst großer Personenkreis, so die Tester. Auch Gerichtsverfahren im Steuerrecht sind hier versichert und auf eine Wartezeit für solche Fälle verzichtet der Anbieter ebenfalls.

Der Tarif Auxilia Jurprivat decke besonders bei Mediation und telefonischer Rechtsberatung ein sehr weites Feld an Rechtsgebieten ab, loben die Tester. In der Finanztip-Bewertung schnitt er außerdem besonders gut im Strafrechtsschutz ab.

WGV und Huk24 im erweiterten Gewinnerkreis

Zusätzlich zu Arag Komfort und Auxilia Jurprivat zeigte der Vergleich zwei weitere Produkte,  „die für einige Verbraucher besonders interessant sein können“, obwohl sie minimal weniger leistungsstark in der günstigeren Gruppe sind: der Tarif Optimal der WGV (für 259 Euro bei 300 Euro Selbstbehalt) und der Tarif PBV Plus der Huk24 (für 282 bis 322 Euro bei 250 Euro Selbstbehalt).

Der WGV-Tarif hatte in Bezug auf seine Leistung eine besonders günstige Jahresprämie. Das gleicht er zwar etwas durch die höhere Selbstbeteiligung – 300 Euro statt sonst meist 250 Euro – aus. Wer jedoch besonders auf den Jahresbeitrag schaut, könne abwägen, ob dieser Tarif passe. Der Huk24-Tarif hingegen war etwas teurer. In den Rubriken „Arbeitsrecht“ und als Rechtsschutzversicherung für „Familienrecht“ überzeugte er jedoch.

Insgesamt teilte der Finanztip-Vergleich die Rechtsschutzangebote in zwei Gruppen ein: die teuren und die etwas günstigeren. Während in der günstigeren Gruppe die genannten Tarife empfehlenswert sind, gibt es aus der Finanztip-Redaktion für die teureren keine Empfehlung.

Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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