Aktuelle Studie

„Tragfähige Altersvorsorge geht nur mit Aktien“

Sinkende gesetzliche Rente, demografische Entwicklung, Niedrigzinsniveau – die Altersvorsorge in Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Wie kann man es lösen? Nur mit Aktien, ist das Ergebnis einer aktuellen Studie. Die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen für die Politik sehen neben einer staatlichen Aktienzulage auch Änderungen bei Riester vor.
© DAI
Die Grafik zeigt mögliche Renditen des deutschen Aktienindex Dax 30 bei unterschiedlichen Anlagehorizonten.

Ohne Aktien geht es nicht – das ist das Ergebnis der Studie „Lebensstandard im Alter sichern – Rentenlücke mit Aktien schließen“, die das Deutsche Aktieninstitut, Bankhaus Metzler, Dekabank und Union Investment zusammen erstellt haben. „Ein langfristig tragfähiges Altersvorsorgekonzept für alle Bürger ist nur mit Kapitaldeckung und dem Einsatz von Aktien zu bewerkstelligen“, sagt Christine Bortenlänger, geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts.

Die derzeit von vielen Politikern favorisierte Lösung, das Umlageverfahren der gesetzlichen Rentenversicherung zu stärken, sei nicht zielführend, sagt sie. „Wir müssen Aktien in einem viel größeren Umfang in der Altersvorsorge einsetzen, um die Rentenlücke zu schließen.“

Warum sind Aktien gerade für die Altersvorsorge besonders geeignet? Weil sie auf lange Sicht ordentlich Rendite abwirft. Wie die Studie zeigt, erwirtschaftet eine gut diversifizierte Aktienanlage in Zeiträumen von 30 Jahren und mehr eine durchschnittliche Rendite von 7 bis 10 Prozent. Bei Anlagezeiträumen von 15 bis 20 Jahren habe keiner der analysierten Sparpläne im Minus abgeschnitten, das heißt mindestens die Summe der Einzahlungen blieben immer erhalten.

Aus der Studie leiten die Autoren Handlungsempfehlungen für die Politik ab, die in einem Aktionsplan „Aktienorientierte Altersvorsorge“ zusammengefasst sind. Darin fordern sie …

•    mehr Flexibilität in der Ein- und Auszahlungsphase von Riester-Fondssparplänen zu schaffen,
•    Fördersätze der Riester-Zulagen an die Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze anzupassen,
•    eine staatliche Aktienzulage einzuführen für Finanzinstrumente, die sich für den langfristigen Vermögensaufbau besonders eignen (Förderkonzept Altersvorsorge),
•    das aktienorientierte Beratungsangebot wieder zu stärken und
•    eine nationale Agenda zur finanziellen Grundbildung aufzulegen.

Hier geht es zur Studie.

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