Studie

Versicherer befürworten Informationsplattform für Altersvorsorge

94 Prozent der deutschen Versicherer finden die Idee einer säulenübergreifenden Informationsplattform zum Thema Altersvorsorge gut und würden sich daran auch beteiligen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Grund: Zu wenige Menschen haben bisher einen Überblick über die verschiedenen Altersvorsorge-Angebote.
© Getty Images
Ein alter Mann in einem Whirlpool: Da die Altersvorsorge-Produkte hierzulande sehr unübersichtlich und verschieden sind, befürtworten Versicherer eine Informationsplattform für Interessenten.

Fast jeder Versicherer in Deutschland (94 Prozent) würde einen Gesamtüberblick zur Altersvorsorge unterstützen. Die Idee: eine säulenübergreifende Informationsplattform. Als größtes Problem der Bundesbürger sehen die Unternehmen nämlich die Unübersichtlichkeit der vielen verschiedenen Produkte, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Finanzdienstleisters MLP und des Vereins Deutsche Renten Information.

Eine säulenübergreifende Plattform könne viel dazu beitragen, dass sich die Bundesbürger wieder besser informieren und zurecht finden. „Die prinzipielle Bereitschaft der Branche ist gegeben, und das ist ein gutes Zeichen. Aber unsere Studie zeigt auch, dass es noch Herausforderungen für die weitere Entwicklung und anschließende Etablierung der Informationsplattform gibt“, sagt Manfred Baue, Mitglied des Vorstands von MLP.

Die große und vor allem unübersichtliche Produktlandschaft hierzulande erschwere nämlich auch die Umsetzung einer solchen Plattform, glauben die befragten Unternehmen. Fast 90 Prozent der Versicherer geben außerdem an, dass es wichtig beziehungsweise sehr wichtig ist, auch reine Geldanlagen (Fondssparpläne) in der Plattform zu erfassen.

Für 22 Prozent wären zudem die Beschaffung und Bereitstellung der Vertragswerte nur mit viel Aufwand möglich. Und auch die Datenschutzanforderungen der Kunden wären mit viel Aufwand verbunden. Aber: Vor allem von Seiten der Politik und des Verbraucherschutzes komme mehr und mehr Unterstützung für ein solches Vorhaben, sagt Andreas Hackethal von der Deutschen Renten Information.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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