Gastbeitrag

Warum sich die Drohnen-Police lohnt und wie Makler den richtigen Tarif finden

Das Geschäft mit Drohnen hebt ab: Sowohl im privaten, als auch im gewerblichen Einsatz werden die Flugobjekte immer beliebter. Weltweit werden Firmen und Verbraucher dieses Jahr rund 6 Milliarden Dollar für die Fluggeräte ausgeben. Doch oft ist den Piloten nicht klar, was erlaubt ist und wie man sich im Fall der Fälle richtig absichern kann. Karl Dieterich, Gründer und Geschäftsführer von Covomo, klärt in seinem Gastbeitrag auf.
© dpa/picture alliance
Eine Drohne Typ Quadrocopter schwebt in Hamburg in der Nähe der Elbphilharmonie am Himmel.

Ob Urlaubsfotos aus der Vogelperspektive, Filmproduktionen, Inspektionsflüge oder Baustellendokumentationen – die Einsatzgebiete von Drohnen erweitern sich aktuell stark. Mittlerweile sind in Deutschland nach Angaben der Deutschen Flugsicherung rund eine halbe Million davon am Himmel unterwegs.

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Immer häufiger gibt es jedoch auch Schlagzeilen von spektakulären Unfällen mit Drohnen. So kam es Anfang des Jahres auf einer Autobahn in Oberbayern zu einem aufsehenerregenden Zwischenfall, als eine Autofahrerin auf der Autobahn mit einer Drohne kollidierte. Glücklicherweise blieben die Autofahrerin und ihre Beifahrerin dabei unverletzt.

Man kann sich dennoch leicht vorstellen, wie hoch der mögliche Schaden bei diesem Szenario hätte sein können. Da in diesem Fall der Besitzer der Drohne verschuldensunabhängig haftet, ist eine Haftpflichtversicherung in Deutschland mittlerweile für alle Drohnenbesitzer gesetzlich vorgeschrieben.

Normale Haftpflicht reicht nicht

Die normale Haftpflichtversicherung reicht für den Versicherungsschutz jedoch in der Regel nicht aus, da diese längst nicht für alle Schäden aufkommt, die durch eine Drohne entstehen können. Denn besonders von Hobby-Piloten werden Entfernungen und Witterungsverhältnisse häufig nicht richtig eingeschätzt, was in vielen Fällen zu Unfällen führt.

Mit Blick auf das oben genannte Beispiel können sich damit einhergehende Sach- oder Personenschäden schnell auf einen fünf- oder gar sechsstelligen Betrag summieren. Aus diesem Grund entwickeln immer mehr Versicherer eine Drohnen-Haftpflichtversicherung wie zum Beispiel die Zurich Insurance oder die Degenia mit einem Haustarif.

Damit Makler für ihre Kunden im immer größer werdenden Angebot den richtigen Tarif finden, sollten sie die folgenden drei Punkte bei der Auswahl der passenden Zusatzversicherung kennen und beachten:

Kein Selbstbehalt: Es ist davon abzuraten, eine Versicherung mit Selbstbeteiligung zu wählen, da der Verursacher des Schadens so einen Teil der anfallenden Kosten – teilweise bis zu 250 Euro – selbst tragen muss. Die minimale Ersparnis, die dann beim Vertragsabschluss einer solchen Versicherung entsteht, ist das Risiko allerdings nicht Wert.

Die Degenia Versicherung bietet beispielsweise einen günstigen Tarif ab 119 Euro jährlich. Dieser greift bei privater Nutzung und einer Drohne mit einem maximalen Startgewicht bis zu 25 Kilo. Hier beträgt die Deckungssumme für Sach- und Personenschäden bis zu 3 Millionen Euro und für Vermögensschäden bis zu einer Millionen Euro. Bei dieser Versicherung ist kein Selbstbehalt fällig.

Hohe Deckungssumme: Die Preiszusammensetzung der Drohnenversicherung hängt immer mit der Laufzeit der Versicherung, dem Geltungsbereich und der maximalen Deckungssumme für Sach-, Personen- und Vermögensschäden zusammen. Beim Abschluss einer Zusatzversicherung sollten Drohnenbesitzer unbedingt auf eine hohe Deckungssumme von mindestens einer Million Euro achten, um im Fall der Fälle adäquat abgesichert zu sein.

Offene Pilotenklausel: Makler sollten ihre Kunden außerdem darauf hinweisen, dass auch Dritte, die zur Steuerung der Drohne berechtigt sind, nicht zwangsläufig mitversichert sind. Wird die Drohne regelmäßig von mehr als einer Person bedient, sollte darauf beim Abschluss einer Versicherung also unbedingt geachtet werden.

Nicht nur für Verbraucher, sondern auch für viele Makler ist die Drohnenversicherung noch ein vergleichsweise neues Metier. Die Risiken sind noch nicht ausreichend bekannt und es gibt immer mehr Tarife. Oft fällt es dem Makler daher schwer, den passenden Tarif für seinen Kunden zu finden und auf dem aktuellen Stand zu sein.

Online-Tools als Alternative

Im Extremfall muss er seinen Kunden wegschicken oder mit verhältnismäßig viel Zeit und Aufwand recherchieren, sodass sich der Abschluss für ihn nicht wirklich lohnt. Mithilfe von Online-Tools kann der Makler die Tarife auf einer übersichtlichen Plattform vergleichen und so schnell und einfach einen Überblick über die besten Angebote erhalten. Die Details der einzelnen Tarife – wie die Höhe der Deckungssumme oder die Mindestlaufzeit – werden ausführlich und auf einen Blick sichtbar, sodass eine einfache und unkomplizierte Buchung möglich ist.

Auch können Makler mit Hilfe der digitalen Vertriebstools beispielsweise einen Newsletter-Versand einrichten. Das macht die einst unprofitable Vermittlung von Zusatzversicherungen für Makler lukrativ. Zusätzlich wird dadurch die Bindung zum Kunden gestärkt, wenn dieser gut versichert mit seiner Drohne durchstarten kann.

Über den Autoren

Karl Dieterich ist Gründer und Geschäftsführer von Covomo. Die Covomo Versicherungsvergleich Gesellschaft ist ein unabhängiges Vergleichsportal für alle Zusatzversicherungen, wie Reise-, Tier-, Elektronikversicherungen. Covomo betreibt die größte Reiseversicherungs-Tarif-Datenbank in Deutschland mit über 1.200 Tarifen von mehr als 50 Versicherungsunternehmen. Seine Vergleichstechnologie bietet Covomo insbesondere professionellen Vermittlern an.

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