Er spielte mal bei Schalke 04 in der A-Jugend, nun steht er vor Gericht. Gegen einen 35-Jährigen läuft aktuell ein Prozess vor dem Essener Landgericht wegen des Verdachts auf Versicherungsbetrug. Das berichtet auf Basis einer DPA-Meldung die „Hamburger Morgenpost“.
Das Nachwuchstalent schloss 2015 zusammen mit seiner Ehefrau eine Lebensversicherung ab. Die Versicherungssumme lag bei 1,2 Millionen Euro. Anfang 2016 reiste der Mann nach Kinshasa, dort sei er bei einem Autounfall ums Leben gekommen – erfuhren Familie und Freunde kurz darauf. Der Lebensversicherer prüfte den Fall und zahlte der Ehefrau die 1,2 Millionen Euro aus.
Im März 2018 tauchte der Mann dann aber plötzlich wieder auf. Gegenüber der Botschaft in Kinshasa gab er an, entführt und dann gefangen gehalten worden zu sein. Mit der Einforderung der Versicherungssumme habe er nichts zu tun. Beim Prozessauftakt am Montag äußerten sich weder der Angeklagte noch seine Frau. Das Urteil wird für Mitte November erwartet.
Das Essener Landgericht verurteilte den Mann und die Frau wegen Versicherungsbetrugs in einem besonders schweren Fall zu jeweils drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis. Der 35-Jährige muss wegen Fluchtgefahr außerdem seinen Reisepass abgeben und sich dreimal pro Woche bei der Polizei melden.
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