„Ein Viertel der Lebensversicherer wird bei dem aktuellen Niedrig-Zinsniveau bald nicht mehr in der Lage sein, die hochgerechneten Versicherungssummen auszubezahlen“, schreibt Focus-Autor Michael Sudahl gleich am Anfang seines Berichts und bezieht sich dabei auf eine Prognose des Internationalen Währungsfonds. Daher sollten Anleger „bloß keine Lebensversicherungen“ mehr abschließen. Sie bräuchten „Rendite statt Mini-Zins“. Sudahl hat auch gleich eine Alternative parat. Er gibt fünf Tipps, wie sich 100.000 Euro „richtig“ anlegen lassen.
1. Das Ziel festlegen
Legt der Sparer eine Anlagestrategie fest, sollte er auch vor Augen haben, was dieses Geld ihm letztendlich bringen soll. Muss das Kapital eine größere Anschaffung finanzieren? Will der Anleger ein Haus bauen oder seine Altersvorsorge aufstocken, vielleicht das Studium der Kinder bezahlen? Braucht er das Geld kurz- oder mittelfristig?
2. Risikobereitschaft klären
Im zweiten Schritt sollte sich der Anleger mit der Frage beschäftigen, wieviel Risiko er abkann. Braucht er eine hohe Rendite, Sicherheit oder Verfügbarkeit? Hier gilt es Prioritäten zu setzen, da nicht alle Ziele auf einmal zu erreichen sind.
Kommt es dem Sparer auf Sicherheit an, käme ein konservatives Wertpapierdepot auf Fondsbasis infrage. Nach Steuern und Inflation blieben hier rund 4 Prozent pro Jahr übrig.
Darf es mehr Rendite sein, gelte es, den Aktienanteil im Depot zu erhöhen. Hier müssten sich Sparer aber bewusst sein, dass die Altersvorsorge bei schwankenden Kursen zum Teil abschmelzen oder komplett weg sein kann.
3. Mehr streuen, weniger Risiko
Um das Risiko im Depot zu reduzieren sollten Sparer das Geld über mehrere Anlageklassen streuen. „Unterschieden wird zwischen Beteiligungen an Unternehmen; Geldwerten wie Sparbriefen, Staatsanleihen oder Rentenfonds; Immobilien oder Immobilienfonds und Spekulationswerten, zu denen Gold zählt“, schreibt Sudahl weiter.
Das Depot könne man zum Beispiel aus zwölf Misch- und Rentenfonds zusammensetzen. Verliere einer der Fonds an Wert, sei nur ein Teil der Geldanlage betroffen.
4. Selbst- oder fremdverwaltet?
Damit man sich nicht selbst dir ganze Zeit mit seinem Depot befassen muss, solle man sich einen Honorarberater suchen. Anstatt der Verkaufsprovision erhalte dieser jährlich 0,5 bis ein Prozent der Einlage als Service-Honorar.
5. Stop-Loss-Limit nutzen
Als letzten Tipp schließlich empfiehlt Sudahl ein sogenanntes Stop-Loss-Limit. Es ist eine Art Notbremse. Dabei bestimmt der Anleger einen Kurs unterhalb der aktuellen Notierung, bei dem ein Verkaufsauftrag für das Papier ausgelöst werden soll. Der Sinn dahinter: So kann der Anleger bereits erzielte Gewinne sichern und Verluste begrenzen.
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