„gut beraten“

Vermittler finden weniger Zeit für Weiterbildung

Versicherungsvermittler haben im vergangenen Jahr durchschnittlich dreieinhalb Arbeitstage in ihre Weiterbildung investiert. Allerdings wurde die Zielvorgabe der Initiative „gut beraten“ von jährlich 40 Weiterbildungspunkten pro teilnehmendem Vermittler erstmalig unterschritten. Das geht aus der Jahresbilanz der Initiative hervor.
© gut beraten
Anzahl der seit Start der Initiative eingetragenen Weiterbildungspunkte.

2016 hat die Initiative „gut beraten“ eigenen Angaben zufolge 9.839 neue Weiterbildungskonten eingerichtet. Das ist ein Plus von 8,7 Prozent im Vergleich zu 2015.

Die Gesamtzahl der Weiterbildungskonten und damit die Summe der teilnehmenden Versicherungsvermittler lag zu Ende 2016 bei 123.046 Teilnehmern (siehe Grafik) – darunter 19.181 Makler (16 Prozent). Der Großteil der Teilnehmer entfällt mit 45 Prozent auf Ausschließlichkeitsvermittler (55.133) sowie Vermittler im angestellten Außendienst (27 Prozent, 33.286 Teilnehmer).

E-Learning auf dem Vormarsch

Die „gut beraten“-Mitglieder erhalten eine Punktegutschrift auf ihr Konto, wenn sie an anerkannten Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Dabei handelt es sich meist um Präsenzveranstaltungen (60 Prozent, 2015: 66 Prozent), am zweit häufigsten haben die Vermittler in 2016 E-Learning-Maßnahmen nachgefragt (28 Prozent). Damit konnte die virtuelle Lernart um sechs Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr zulegen.

Vermittler verfehlen erstmals Zielvorgabe von 40 Weiterbildungspunkten

Gleichwohl mussten die Träger der Initiative – sieben Branchenverbände und die Gewerkschaft ver.di – bei einer wichtigen Kennzahl einen Rückschlag hinnehmen: Demnach wurde die selbst gesteckte Zielvorgabe für 2016 von durchschnittlich 40 Weiterbildungspunkten pro teilnehmendem Vermittler erstmalig unterschritten. Im Durchschnitt erarbeiteten sich die Vermittler 34,9 Weiterbildungspunkte.

Dies entspricht einer zeitlichen Investition in Weiterbildung von etwas mehr als 26 Stunden. Im abgelaufenen Jahr haben die Versicherungsvermittler somit dreieinhalb Arbeitstage in ihre Weiterbildung investiert. Insgesamt sind bis Ende 2016 11.432.437 Weiterbildungspunkte erfasst worden.

Katharina Höhn, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV), zeigt sich vom Rückgang der Pro-Kopf-Punkte allerdings unbeeindruckt: „Wir bewegen uns weiterhin eindeutig im Zielkorridor von gut beraten, der innerhalb von fünf Jahren insgesamt 200 Weiterbildungspunkte pro Versicherungsvermittler einfordert, und weit oberhalb der Anforderungen, die der Gesetzgeber im Rahmen der IDD-Umsetzung vorsieht.“

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