
Jedes Jahr im Januar veranstaltet der Maklerpool Blau Direkt die Network Convention, um Makler, Vertreter von Versicherungen und das Team von Blau Direkt zum Austausch zusammenzubringen. In diesem Jahr ging es nach Helsinki, Finnland.

Vor der Presse stellte das versammelte Führungsteam von Blau Direkt einige (vorläufige) Zahlen vor.
Mehr als 320 Millionen Euro Umsatz machte der Maklerpool im vergangenen Jahr – ein Plus von rund 25 bis 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rund 12.000 aktive Vermittler sind an den Pool angebunden, die 6,4 Millionen aktive Endkunden-Verträge eingebracht haben. Mehr als 500.000 Mal haben Endkunden die Simplr-App heruntergeladen.
Laut Blau Direkt wachsen dort angeschlossene Makler doppelt so schnell wie der Markt. Das misst der Pool gegen die Benchmark der BVK-Strukturanalyse. Dort liegt das Umsatzwachstum für unabhängige Versicherungsvermittler bei durchschnittlich 4,2 Prozent. Bei Blau Direkt sind es 8,6 Prozent im Schnitt über die 12.000 angeschlossenen Partner.
Ait Voncke, neuer CEO von Blau Direkt, macht diesen Erfolg unter anderem daran fest, dass „wir durch die Technik und die vielen Helferlein den Maklern Zeit freischaufeln, sodass sie sich um die Beratung kümmern können“.
60 Nachfolge- und Kooperationslösungen für Makler hat die Tochtergesellschaft Tjara umgesetzt. Davon 43 Asset-Deals (Bestandskäufe) und 17 Share-Deals (Firmenkäufe).
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Blau Direkt ist sehr tech-affin, investiert viel in künstliche Intelligenz (KI) und versteht sich als „Technologie-Spender“. Auf der Network Convention stellte der Pool denn auch einige Neuerungen vor.
Die Scan-App Vertragspilot etwa soll Maklern bei der Dokumentenerfassung helfen. Die Idee ist, dass der Makler Verträge seines Kunden mit der App einscannt oder ein PDF-Dokument hochlädt. Die KI liest die Vertrags- und Kundendaten automatisiert aus – wobei der Makler hier bei Bedarf noch manuell nachbearbeiten kann.
Im Anschluss können der digitale Maklervollmachts-Prozess, eine Bestandsübertragung und eine Registrierung für die Kunden-App Simplr angestoßen werden. Über die Schnittstelle zum Maklerverwaltungsprogramm Ameise werden bestehende Kunden automatisch erkannt und zugeordnet. Neue Kunden lassen sich direkt anlegen. Ein automatisierter Abgleich mit vorhandenen Datensätzen verhindert dabei Dubletten.
„Mit dem Vertragspilot bieten wir unseren angeschlossenen Vermittlern zum einen am Point of Sale schnell und einfach die unbetreuten Verträge seines Kunden zu digitalisieren und in seinen Bestand zu übertragen, zum anderen aber auch Vertragsdokumente, die außerhalb eines Bipro-Prozesses bei ihm ankommen, schnell und einfach einem bestehenden Vertrag oder neuen Vertrag zuzuordnen”, sagt Thomas Eickhof, Produktchef bei Blau Direkt.

Auch die Arbeit an einem intelligenten Chatbot über das Maklerverwaltungsprogramm Ameise schreitet voran. Blau-Direkt-Chef Voncke zeigte mit Benjamin Adamitz wie der praktischerweise zum Einsatz kommen kann. Adamietz hat reichlich Erfahrung im Kauf von Beständen und schilderte den Fall, dass man als übernehmender Makler nicht im Detail weiß, was sich in den Verträgen an Leistungen versteckt.
So ging es um einen Fall einer Kundin mit einer Wohngebäudeversicherung, die einen Schaden meldete: Ihre Solaranlage auf dem Dach wurde durch einen Sturm beschädigt. Statt jetzt nach dem Kunden im Maklerverwaltungsprogramm zu suchen und die Versicherungsbedinungen des Tarifs zu bemühen, spielten die beiden den Fall mit dem Chatbot durch.

Die Ameise wurde gefragt, ob der Sachverhalt in dem bestehenden Vertrag abgesichert ist. Die Antwort der KI sehen Sie im oben stehenden Bild. Eine Minute hat der gesamte Prozess gedauert.

Ein Kernelement der Network Convention ist das ausführliche IDD-fähige Seminarprogramm, das für die teilnehmenden Makler verbindlich ist. Hier informieren die Versicherungspartner der Veranstaltung über Produkte und mehr.

Die Versicherer konnten sich auch im Messebereich präsentieren. 45 Aussteller waren es insgesamt. Darunter Canada Life, vertreten unter anderem durch Louisa Suder, Inhouse Broker Consultant, und Sven Müller, Business Consultant Platforms and Future Business Models.

Der Oldtimer-Versicherer OCC war auch am Start: Marcel Campos (li.) und Geschäftsführer Tobias Haff.

Blau-Direkt-CEO Ait Voncke (Mitte) mit Michael Lüneburg (re.), Customer Support Agent bei Blau Direkt und Ole Wald, Team Lead IT-Support, Blau Direkt.

Oliver Drewes, Vertriebschef bei Blau Direkt (li.), mit Mario Strehl, Head of Customer Care bei der Blau-Tochter Tjara.

Apropos Tjara: Hier haben Tjara-Chef Dirk Henkies (li.) und Versicherungsmakler Stefan Bierl beste Laune. Die Bierl-Brüder (nicht im Bild: Tobias) sammelten auch die Goldene Ameise von Blau Direkt ein in der Kategorie Simplr-Champions.

Die Ameise war bei der Blau Direkt Network Convention natürlich gebührend vertreten.

Wie der Name schon vermuten lässt, steht das Netzwerken bei dieser Veranstaltung im Vordergrund, etwa in dem Format X-Change.

Immer für ein Späßchen zu haben: Pfefferminzia-Kolumnist und „Bankrocker“ Stephan Haider (li.) war auch vor Ort.

Videos wurden vor Ort natürlich auch gedreht. Etwa die Erfolgsgeschichten von, klar, erfolgreichen Maklern.

Aber es ging nicht ständig nur ums Geschäft. In den Teambuildungs-Sessions konnte man eine Tour durch Helsinki machen, ein Museum besuchen, Eisskulpturen gestalten oder Rentiere füttern.

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