Wir kennen alle diese Szenarien: Man hat an einer hochinteressanten Veranstaltung teilgenommen, hat eine Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen, Spitzenimpulse aufgenommen und erreicht euphorisiert das Büro. Jetzt geht es dann rund – der Chef ist im Umsetzungsmodus!
Wenn da nur nicht die „Showstopper“ wären. Und diese sind vielfältig, weitreichend und vor allem haben sie Macht. Macht ist sicherlich ein schwergewichtiger Begriff – aber genauso schwergewichtig sind sie, die bösen Kräfte. Denn sie können am Ende nicht nur die Euphorie bremsen, sie können gutdurchdachte Pläne stilllegen, Aktivitäten im Keim ersticken, einen kompletten Geschäftsplan zum Scheitern bringen.
Um welche Bremskräfte handelt es sich hier? Natürlich zunächst einmal, und dieser Kandidat ist ganz sicher der gefährlichste, der innere Schweinehund. Man kennt das doch auch: Es gibt immer Gründe, etwas jetzt gerade nicht zu tun – obschon man es sich vorgenommen hat – obwohl dies sogar aktiv so geplant wurde. In der momentanen Situation klappt es dann nicht – weil man sich mitunter des großen „Ausredenbuches“ bedient.
Äußere Umstände – man ist gerade aktiv in der Vorbereitung einer Aktion – da kommt die Assistentin ins Zimmer und kredenzt einen größeren Schadenfall, eine Beschwerde eines A-Kunden oder ähnliches.
Der Prozess stockt
In jedem Falle passiert eines – die Dinge stoppen, halten an, es geht nicht weiter. Und damit nicht genug, jetzt kommt die nächste Eskalationsstufe bereits um die Ecke – wie kommt man denn nun wieder in Trapp? Wie kommt der Prozess wieder in den Fluss – und das nach einem mächtigen Ablenkungsmanöver, einer negativen Erfahrung eines Misserfolges? Da geht es um Gewohnheiten, die nächsten Ausreden, eine weitere eigentlich nicht wirklich wichtige Mail, die beantwortet wird – was auch immer. Am Ende gelangt der Vorsatz, die gutgemeinten und erfolgversprechenden Themen in die Ahnengalerie der nicht umgesetzten Chancen.
Wie entkommt man denn nun diesen Teufelskreisen, den unangenehmen Zeitgenossen, den vermeintlichen „Paradiesäpfeln“, die uns verleiten – und die ja auch so gar nichts mit dem Paradies zu tun haben? Einerseits tragen wir einen Mechanismus in uns, der mal mehr mal weniger ausgeprägt ist – Selbstdisziplin. Doch machen wir uns nichts vor, die wenigsten sind in der Lage, dauerhaft den Störfaktoren und den kritischen Situationen aus dem Weg zu gehen.
Die Chance besteht unter anderem in einem kleinen psychologischen Trick: in der Bewertung der Situationen und der Entscheidungen, die nach dem Wahrnehmen oder der Begegnung, getroffen werden. Dabei spielt auch der Zeitraum, der zugegebenermaßen hier sehr eng ist – eine nicht unerhebliche Rolle. Je länger man wartet und genießt, umso mehr kann sich die Maschinerie der Blockaden-Aufsteller entfalten.
Umso wichtiger ist es zu erkennen, dass in jeder Situation auch ein neuer Ansatz, ein hilfreicher Impuls, eine Idee, die weiterentwickelt werden kann/will, steckt. Hier lautet die Empfehlung, sich selbst gegenüber die Frage zu stellen: „Was will mir diese Werbesendung eigentlich sagen?“ Alleine schon mit dieser Haltung unterbrechen Sie den Schlinger- oder auch Abwärtsprozess oder stoppen den zügig fahrenden Zug in die Destruktive. Und das ist dann auch schon ein fundamentaler Schlüssel des Geheimnisses, nämlich den Prozess zu unterbrechen, anzuhalten, innezuhalten und sich mit der Situation aus dem Blickwinkel der Chancenbetrachtung auseinander zu setzen.
Sich einen Sparrings-Partner suchen
Ein weiterer sehr effektiver Weg ist es, sich einen Coach, einen Sparrings-Partner zu engagieren. Jemand, der in guten wie in schlechten Zeiten der Entwicklung der Aktivitäten und der Umsetzungsvorhaben qualifizierte Unterstützung leistet. Und dazu gehört es auch, die vorhandenen PS effektiv und effizient auf die Straße zu bringen, aus dem Graben wieder herauszuhelfen, und aber auch ans Dranbleiben zu erinnern.
Die Erfahrungen zeigen, dass über 80 Prozent derjenigen, die sich zu ihren Geschäftsthemen einen Coach engagiert haben, dreimal so viel mehr Erfolg generieren als der Coach gekostet hat. Denn auch das ist eine Stelle, an der es ganz ordentlich im Getriebe klemmt – ja, das kostet Geld. Und ja, das ist eine Investition, die zunächst und offensichtlich als Ausgabe disqualifiziert wird. Aus der Praxis kann hier gesagt werden, trennt sich an dieser Stelle sehr schnell die Spreu vom Weizen – zum Beispiel der Künstler vom Kaufmann.
Fazit
Bevor man an der Olympia teilnimmt, muss auch ausreichend trainiert werden. Was heißt das? Es ist wesentlich, sich mit dem Vorhaben von allen Seiten auseinander zu setzen. Was könnte stören, welche Hemmnisse gibt es, welche Herausforderungen müssen vorher, während und vielleicht auch danach gemeistert werden? Wie können Störfaktoren ausgeschlossen werden, während die Aktion läuft – was sollte/muss delegiert werden und so weiter. Und ganz wichtig – man sollte tunlichst vorher mit dem inneren Schweinehund in den Ring steigen, vorher die Selbstdisziplin trainieren – oder eben einen Coach engagieren.
Gute Coaches leiten an und werden ganz Teil des jeweiligen Projektes – sie begleiten über den kompletten Zeitraum und stehen nicht nur in der Coachingzone. So oder so – ohne dass es einen wirklichen Willen und nicht nur einen Wunsch gibt, scheitert jedes Vorhaben, jede Aktion, jede gutgemeinte Umsetzung.
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