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So manche Prognose hat eine große Zukunft hinter sich, weil sie es ablehnt, sich in Realität zu verwandeln – so wartet auch die düstere Vorhersage von William R. Berkley weiter auf ihre Erfüllung. „Ihr seid erledigt“, erschreckte Berkley in seiner Rede US-Versicherungsvermittler in Texas – das war im Februar 2015 (wörtlich: „I’m here to tell you that you’re screwed”). Trotzdem dürften die meisten der damals anwesenden Vermittler auch heute noch in ihren Jobs sein – zumal Berkleys Show wohl auch mit einem amerikanischen Augenzwinkern präsentiert wurde.
Berkley wandte sich damals als Geschäftsführer des US-amerikanischen Sach- und Unfallversicherers W.R. Berkley an seine Zuhörer – und warnte die freien US-Berater vor dem Einstieg von Google in den Markt für Kfz-Versicherungen. Der Einstieg des Big Tech in den Versicherungsmarkt werde einschneidende Veränderungen mit sich bringen. Denn Google kenne in den USA jede Straßenkreuzung und letztlich jeden Fahrer – Google Maps sei Dank. Auf diese Weise werde das Unternehmen in die Lage versetzt, für jeden Fahrer und jeden Pkw eine individuelle Prämie kalkulieren zu können. Hierzulande wurde dieses Szenario auch schon befürchtet – nur, dass heute eher dem US-Autobauer Tesla die Rolle des Vermittlerschrecks zukommt (wir berichteten).
Bereits vor drei Jahren sorgte eine Studie des Softwareherstellers Adcubum für Wirbel, weil diese einen regelrechten Abgesang auf Vermittler anstimmte. Maximal 15 Jahre seien für die Berufsgruppe noch drin, ehe künstliche, intelligente Systeme den klassischen Versicherungsvermittler weitgehend ersetzt haben (wir berichteten).
Auch der schwedisch-deutsche Wirtschaftshistoriker Carl Benedikt Frey grübelt viel über die Arbeitswelt von morgen – an der Oxford University leitet er das Forschungsprogramm „Future of Work“. Sein Buch „The Technology Trap“, das bisher nur auf Englisch erschienen ist, wurde „rasch zum viel zitierten Grundlagenwerk über die Geschichte der Automatisierung“, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete.

Jener Zeitung gab Frey nun ein großes Interview (bezahlpflichtig), in dem er sich zwar nicht dezidiert über die Zukunftsaussichten von Versicherungsvermittlern ausließ, wohl aber zu der konkreten Frage, wer sich denn nun um seine Zukunft Sorgen machen müsse?
„Jede Arbeit, die man standardisieren kann, kann man auch automatisieren. Routinejobs sowieso. Vor allem in der Produktion“, entgegnete Frey. „Wir reden immer von einem postindustriellen Zeitalter. Man kann genauso von einem Postproduktionszeitalter reden.“
Haben Jobs in der Serviceindustrie somit also bessere Überlebenschancen als jene im Produktionssektor? Dazu stellt Frey fest, dass der größte Zuwachs an Arbeitsplätzen in den letzten drei Jahrzehnten in der Tat in Industrien passierte, die einen persönlichen Service anbieten. „Aber die werden jetzt schwer von der Pandemie getroffen“, so der Wissenschaftler und verwies auf das Beispiel einer aufstrebenden Sandwichladen-Kette. „Wenn die Leute weniger pendeln, werden sie dort weniger konsumieren. Und es wird dort mehr automatisiert werden. Nach der Pandemie werden die Leute lieber mit einem Verkaufs- oder Getränkeautomaten interagieren“, prognostiziert Frey.
Sicher werde es auch in Zukunft noch Baristas geben, so der Forscher weiter. Und man werde abends auch noch in Restaurants gehen, wo die Interaktion mit Kellnern „zum Erlebnis“ gehöre. „Aber die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wird abnehmen.“
Okay, und was hat das jetzt mit Versicherungsvermittlern zu tun? Moment. „Gibt es ein Schema, mit dem man die Gefahr für Arbeitsplätze durch Automatisierung feststellen kann?“, befragt der SZ-Journalist den Forscher weiter.
Seite 2: „In komplexen sozialen Interaktionen sind Algorithmen ziemlich unfähig“
„Es gibt drei Nadelöhre der Automatisierung. In komplexen sozialen Interaktionen sind Algorithmen ziemlich unfähig. Kreativität können sie gar nicht. Die Beeinflussung von Wahrnehmung auch nicht“, sagt Frey – und zieht daraus folgende Schlussfolgerung:
„Wenn Sie einen Job haben, in dem Sie verhandeln müssen oder Teamwork wichtig ist, wenn sie Ideen oder Produkte entwickeln, oder wenn Sie Kollegen motivieren und leiten müssen, kann man ihre Arbeit nicht automatisieren. Mit diesen drei Nadelöhren kann man ganz gut verstehen, welche Jobs verschwinden und welche nicht.“
Frey zufolge wird es insgesamt weniger Arbeit geben, die sich grob in die Felder „Ausführung und Verwertung“ einteilen lassen. Mehr Arbeit wird es hingegen in dem Gebiet der „Erkundung“ geben, sprich: „Innovation. Neue Ideen entwickeln.“ Das sei beispielsweise dann der Fall, wenn man als Unternehmer „einen Prototypen, Geschäftsmodelle und Prozesse entwickelt“. Die nächsten Schritte, also wenn es darum geht, die Produktion zu standardisieren, könne man dann wiederum auslagern oder automatisieren. „Deswegen legt man im Silicon Valley so viel Gewicht auf die Innovation“, so das Resümee des Forschers.
Kurzum: Entwickeln, Motivieren und Anleiten sind wichtige Faktoren menschlicher Arbeit, die sich nicht mal eben von einer Maschine ersetzen lassen. Was William R. Berkley von dieser Erkenntnis hält, wissen wir nicht, aber was er wohl zugeben dürfte ist, dass alle drei Faktoren zum Kerngeschäft von Versicherungsvermittlern gehören – weil sie schlichtweg mit vielen Menschen kommunizieren, die einen kleinen Schubs benötigen, um zu ihrem Glück (finanzielle Absicherung ihrer Zukunft) gezwungen zu werden – und dafür in der Regel auch an die Hand genommen werden möchten.
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