Wegen Corona-Krise

Verbraucherschützer fordern befristeten Zugang zum PKV-Standardtarif

Wegen der hohen finanziellen Belastung durch die Corona-Krise spricht sich der Bund der Versicherten (BdV) für einen vorübergehenden Standardtarif in der privaten Krankenversicherung (PKV) aus. Vor allem für die vielen existenziell bedrohten Selbstständigen und Kulturschaffenden in der PKV würde dies eine große Entlastung bedeuten.
© BdV
Ist Chef des Bunds der Versicherten (BdV): Axel Kleinlein.

„Der Krankenversicherungsschutz ist der wichtigste Versicherungsschutz – besonders in der Corona-Zeit“, sagt Axel Kleinlein, Vorstandssprecher der Verbraucherschutzorganisation Bund der Versicherten (BdV). Doch gerade jetzt hätten viele PKV-Versicherte Zahlungsschwierigkeiten.

In ihrer Not wechselten sie entweder in einen günstigeren Tarif mit geringeren Leistungen, oder sie verschuldeten sich. Kleinleins Forderung lautet daher:„Bundesregierung und Deutscher Bundestag sollten allen wirtschaftlich von Corona betroffenen PKV-Versicherten befristet den Zugang zum Standardtarif öffnen.“

Die Hintergründe

Der Gesetzgeber führte 1994 den brancheneinheitlichen PKV-Standardtarif ein, um für langjährig Privatversicherte einen vergleichsweise günstigen Versicherungsschutz sicherzustellen. Dieser orientiert sich an den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. 2009 hat ihn die Große Koalition für Neuversicherte geschlossen. Kleinlein: „Der Standardtarif wäre eine bedarfsgerechte und transparente Lösung in der Corona-Krise. Hier ist die Bundesregierung gefordert, privatversicherten Kleinselbständigen eine gesundheitliche Perspektive zu geben.“

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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