76 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland vertrauen nicht darauf, im Alter allein mit der gesetzlichen Rente ihren Lebensstandard halten zu können. Gleichzeitig setzen sie bei der Eigenvorsorge zunehmend auf Wertpapiere statt auf klassische Vorsorgeprodukte.
Das zeigt eine aktuelle Yougov-Umfrage im Auftrag der Postbank, für die im April 2026 rund 2.059 Personen befragt wurden. Demnach rechnen nur 18 Prozent der Erwerbstätigen damit, im Ruhestand ausschließlich mit der gesetzlichen Rente auszukommen. Rund 78 Prozent sorgen zusätzlich privat vor – und dabei verschieben sich die Strategien merklich.
58 Prozent setzen auf Wertpapiere
Der private Vermögensaufbau ist mit 41 Prozent inzwischen die meistgenutzte Form der Altersvorsorge unter Erwerbstätigen. Vor zwei Jahren lag der Anteil noch bei 35 Prozent. Parallel dazu wächst die Bedeutung von Wertpapieren: 58 Prozent derjenigen, die privat vorsorgen, setzen auf Aktien, Fonds oder ETFs – gegenüber knapp 53 Prozent im Jahr 2024.
„Der private Vermögensaufbau ist attraktiv, weil er ein hohes Maß an Flexibilität bietet. Gleichzeitig erfordert diese Strategie Disziplin und Durchhaltevermögen“, sagt Michael Koschatzki von der Postbank. Er empfiehlt eine langfristige, breit diversifizierte Anlagestrategie und weist darauf hin, dass Wertschwankungen über längere Zeiträume besser ausgeglichen werden könnten.
Mit dem Altersvorsorgedepot komme künftig ein weiteres staatlich gefördertes Instrument hinzu, das zweckgebundenes und steuerlich begünstigtes Anlegen in Wertpapiere ermöglichen soll.
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