Die geplante Reform der privaten Altersvorsorge stößt bei den Deutschen grundsätzlich auf breite Zustimmung. 72 Prozent sprechen sich für eine stärkere staatliche Förderung der privaten Vorsorge aus. Gleichzeitig schätzen die Bürger den Nutzen für sich persönlich als eher gering ein. 67 Prozent gehen davon aus, selbst nicht von den Neuerungen zu profitieren. Nur gut jeder Zehnte rechnet mit einem persönlichen Vorteil.
Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag von Liechtenstein Life. Dafür haben die Marktforscher im April 2026 2.500 noch nicht verrentete Bundesbürger befragt.
Rentensystem noch generationengerecht? Eher nicht
Besonders ausgeprägt ist der Nutzen-Pessimismus bei den Über-50-Jährigen, von denen rund 78 Prozent keinen Sinn für sich erwarten. Auch unter den 18- bis 29-Jährigen bleibt der Anteil mit rund 61 Prozent hoch.
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Ein weiterer Befund der Studie: 66 Prozent halten das bestehende Rentensystem nicht mehr für generationengerecht, nur etwa jeder Fünfte bewertet es noch als fair. Besonders kritisch äußern sich die 40- bis 49-Jährigen, von denen fast 80 Prozent der gesetzlichen Rente die Generationengerechtigkeit absprechen.
Chancen für Vermittler
Gleichzeitig sehen fast 58 Prozent kapitalmarktorientierte Vorsorgeformen wie fondsgebundene Lebensversicherungen als sinnvolle Ergänzung zur gesetzlichen Rente – bei den 30- bis 39-Jährigen liegt die Zustimmung mit 72 Prozent deutlich darüber.
„Für Vermittler ergeben sich durch die Reform vielfältige Chancen, ihre Beratungskompetenz einzubringen und ihren Kunden die Vorteile der privaten Vorsorge für die persönliche Absicherung aufzuzeigen“, sagt Aron Veress, Geschäftsführer von Liechtenstein Life.
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