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Mehr als die Hälfte der Deutschen weiß, dass es nachhaltige Geldanlagen gibt, mit denen sich gezielt ökologische Unternehmen fördern oder bestimmte Branchen ausschließen lassen (zum Beispiel Waffenhersteller). Während es bei den Frauen genau 50 Prozent sind, liegen die Männer mit 60 Prozent vorn. Die höchste Bekanntheit haben grüne Investments bei Anlegern im Alter zwischen 30 und 40 Jahren mit 62,5 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die J.P. Morgan Asset Management im September unter 1.982 Frauen und Männern ab 18 Jahren durchgeführt hat
Rund zwei Drittel der Befragten bekundeten Interesse an nachhaltigen Geldanlagen, 22 Prozent sogar sehr großes Interesse. In den verschiedenen Altersgruppen zeigen vor allem die jüngeren Anleger bis 30 Jahre sehr großes Interesse (27,7 Prozent).
Rund jeder zehnte Befragte investiert bereits in Fonds mit einem Nachhaltigkeitsschwerpunkt, 40 Prozent wären dazu prinzipiell bereit und 20 Prozent würden gern etwas Gutes mit ihrem Geld tun und suchen genau solch ein Investment. Rund ein Drittel gab an, gar nicht in einen solchen Fonds investieren zu wollen.
Unter den bestehenden Nachhaltigkeitsinvestoren sind mehr Männer als Frauen zu finden: So gaben 11 Prozent aller befragten Männer an, bereits in nachhaltige Fonds zu investieren, bei den Frauen waren es 7 Prozent. In der Altersverteilung ist auffällig, dass jüngere Anleger bis 30 Jahre überdurchschnittlich häufig in grüne Fonds investieren – in dieser Altersgruppe sind es 12,5 Prozent.
Nicht zuletzt sollten die Befragten angeben, ob es ihrer Meinung nach die Wertentwicklung negativ beeinflusse, wenn ein Unternehmen besonders nachhaltig wirtschafte. Mit 20 Prozent ist jeder fünfte Befragte davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit Unternehmen belastet, da es ja teurer sei, soziale und ökologische Standards einzuhalten. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) sieht es genau umgekehrt und erwartet langfristig sogar bessere Entwicklungschancen. Und 43 Prozent sind unsicher, ob es überhaupt möglich ist, mit nachhaltigen Investments Geld zu verdienen.
„Unsere Befragung zeigt, dass das Interesse der Deutschen an nachhaltigen Investments sehr vielversprechend ist und dies vielleicht eine Möglichkeit bietet, sie für die Geldanlage zu begeistern“, resümiert Matthias Schulz, Geschäftsführer bei J.P. Morgan Asset Management. Denn mit klassischen Sparprodukten lasse sich heute kein Vermögen mehr aufbauen. Im Gegenteil: „Die Inflation frisst die kaum vorhandenen Zinserträge auf. So wird der Realzins dann letztendlich negativ. Gerade bei einem mittel- bis längerfristigen Anlagehorizont lohnt es sich deshalb, über Alternativen wie Aktien oder Fonds nachzudenken“, so Schulz.
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