Ein Polizeiwagen steht quer zur Zufahrt in Richtung Elsenbrücke in Berlin, im Hintergrund die Niederlassung der Allianz. In einer aktuellen Studie wird die betriebswirtschaftliche Stärke des Marktführers gelobt. © dpa/picture alliance
  • Von Lorenz Klein
  • 17.09.2018 um 11:08, aktualisiert am 07.01.2019 um 02:43
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Eine neue Studie der Hochschule Ludwigshafen am Rhein hat die zwölf größten Lebensversicherer in Deutschland einem Bilanz- und Unternehmenscheck unterzogen. Das Kernergebnis: Ein Anbieter-Trio hat sich von der Konkurrenz abgesetzt. Das wirtschaftliche Gefälle in der Branche werde größer, so das Fazit der Studie. Hier kommen die Details.

Dass die Allianz Leben ihre Vormachtstellung in Deutschland stetig ausgebaut hat, berichtete Pfefferminzia vergangene Woche auf Basis aktueller Unternehmenszahlen für das erste Halbjahr 2018. Eine unabhängige Studie des Instituts für Finanzwirtschaft der Hochschule Ludwigshafen am Rhein bestätigt nun die erfolgreiche Absetzbewegung der Allianz Leben von der Konkurrenz.

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Laut der Analyse von Wissenschaftler Hermann Weinmann nimmt die Allianz Leben hierzulande eine unangefochtene Führungsrolle ein. Weinmann hatte zuvor die wirtschaftlichen Kennziffern der zwölf wichtigsten deutschen Lebensversicherer miteinander verglichen.

„Gefälle zwischen den Gesellschaften inzwischen groß“

Die Allianz schaffte demnach mit 750 von 1.000 möglichen Punkten das beste Ergebnis. Die zweitplatzierte R+V Leben folgt mit 700 Punkten, auf Platz drei liegt Zurich Deutscher Herold mit 600 Punkten. Unter dem Strich stehen damit drei der zwölf untersuchten Lebensversicherer betriebswirtschaftlich stark da – für die übrigen Versicherer gilt das so nicht. „Das Gefälle zwischen den Gesellschaften ist inzwischen groß“, kommentierte Weinmann die Studienergebnisse gegenüber dem Handelsblatt.

Verkaufte Generali Leben bildet Schlusslicht

So bildet die in diesem Jahr zu rund 90 Prozent an den Bestandsmanager Viridium verkaufte Generali Leben mit 350 Punkten das Schlusslicht der Tabelle – „betriebswirtschaftlich schwach“ lautet das Urteil des Instituts. Auch Anbieter HDI Leben kann mit 400 Punkten lediglich ein „ausreichend plus“ erzielen. „Beim HDI Leben macht sich die schwache Solvabilität“, zitiert das Handelsblatt aus der Studie.

Neben der Solvabilitätsquote, die die Finanzstärke des Versicherers angesichts der fortschreitenden Niedrigzinsphase abbilden soll, berücksichtige Weinmann für sein Ranking unter anderem auch die Entwicklung der Rohüberschuss-Marge und die Ertragskraft der Versicherer.

Darüber hinaus vergab der Wissenschaftler an jedes der zwölf Unternehmen eine Verbrauchernote. Dieser liegt neben der finanziellen Stabilität auch die Beteiligung der Kunden am Rohüberschuss zu Grunde – auch hier zeigt sich das gewohnte Bild: Die Allianz landet klar auf Platz eins, vor der R+V-Versicherung und Zurich Deutscher Herold.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit 2016 an.

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