Zukunftsstudie So werden die Deutschen in zehn Jahren wohnen

Das Zuhause der Zukunft: Knapper Wohnraum und demografische Entwicklungen sollen das Zuhause und dessen Nutzung verändern.
Das Zuhause der Zukunft: Knapper Wohnraum und demografische Entwicklungen sollen das Zuhause und dessen Nutzung verändern. © Hiscox

Eine aktuelle Studie des Spezialversicherers Hiscox zeigt, wie die Deutschen in zehn Jahren wohnen werden. Weniger Wohnraum, smarte Elektrogeräte, Mehrgenerationen-Häuser und nachhaltiges und gesundes Wohnen sind die Trends, die die Zukunft prägen sollen.

| , aktualisiert am 28.06.2016 18:39  Drucken
Für die Hiscox-Zukunftsstudie befragten die Trendforscher der britischen Future Foundation jeweils 1.000 Männer und Frauen ab 18 Jahren in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Die Studien-Ergebnisse zeigen den Versicherern, wie sie ihre Angebote an künftige Wohnsituationen anpassen können, so Tobias Wenhart, Manager Products und Underwriting bei Hiscox.

Laut der Studie sind diese vier Zukunftstrends erkennbar:

Trend 1: Mehr Menschen auf weniger Raum

Immer mehr Menschen in Europa ziehen in die Städte. Als Folge werden in Zukunft mehr Menschen auf weniger Fläche leben. Deshalb werden sie nach Lösungen suchen, die mehr Stauraum in kleineren Wohnungen schaffen. 51 Prozent der deutschen Befragten haben in den vergangenen Jahren schon Möbel und Hausrat aussortiert. Der Stauraum wird zukünftig digital, Beispiel eBooks und digitale Musik. Daher werden Lösungen benötigt, die digitale Dateien versichern.

Trend 2: Mehr Generationen unter einem Dach

Die Deutschen werden älter und der Wohnraum knapper. Aufgrund dieses demografischen Wandels werden künftig Eltern, Kinder und Großeltern länger und häufiger zusammen unter einem Dach wohnen. Fast jeder fünfte Deutsche (19 Prozent) zwischen 18 und 24 Jahren kann sich dies schon vorstellen. Und umgekehrt: 40 Prozent der Deutschen zwischen 25 und 44 Jahren rechnen damit, dass ihre Kinder in Zukunft länger bei ihnen wohnen oder später nochmal zuhause einziehen werden.

Trend 3: Nachhaltigkeit

Knapp drei Viertel der Befragten (72 Prozent) können sich vorstellen, in energieeffizienten Häusern zu leben. Es ist vorstellbar, dass die Häuser mit selbst erzeugtem Strom ihren kompletten Energiebedarf decken.

Trend 4: Gesundes Wohnen

Laut der Studie sollen in Zukunft gesundheitsschonende und natürliche Materialien, Baustoffe und Technologien stark verwendet werden. Ein Drittel der Befragten (30 Prozent) fände es gut, wenn sich beispielweise die Beleuchtung an ihren Stresspegel anpassen würde.

Zuhause bleibt Rückzugsort

Doch eines bleibt in den nächsten zehn Jahren unverändert: 53 Prozent der Deutschen empfinden ihr Zuhause als Rückzugsort und sicheres Nest. Sie wollen sich zuhause wohlfühlen und von der Arbeit abschalten können. Nicht einmal jeder Fünfte plant daher, von zu Hause aus zu arbeiten. Außerdem finden 54 Prozent der Befragten ein Eigenheim wichtig.
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