Zinsänderungsrisiko Baufinanzierung sollte gegen steigende Zinsen abgesichert sein

LBS-Finanzvorstand Franz Schlarmann
LBS-Finanzvorstand Franz Schlarmann © LBS West

Erst der Brexit, dann der Trump-Sieg und nun auch noch steigende Zinsen. Damit hätten die wenigsten gerechnet. Experten sagen mittlerweile sogar eine Zinswende voraus. Bauherren sollten sich dagegen wappnen, meint die LBS West. Gerade jetzt sei es besonders wichtig, das Zinsänderungsrisiko der eigenen Baufinanzierung möglichst gering zu halten.

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Die Hypothekenzinsen steigen wieder. Das ist ein Fakt, den so kaum jemand erwartet hätte. Bei zehn Jahren Laufzeit werden derzeit 1,3 Prozent Zinsen fällig. Das ist rund ein Drittel mehr als beim Tiefststand, der erst wenige Wochen zurückliegt. Die Zinsen für Bundesanleihen, an denen sich die Baukredite im Wesentlichen orientieren, kletterten sogar um mehr als die Hälfte nach oben. Die LBS West rät Bauherren daher dazu, gerade jetzt die eigene Baufinanzierung vor dem Zinsänderungsrisiko abzusichern.

„Auch wenn wir uns in den vergangenen Jahren an sinkende Zinsen gewöhnt haben, verlassen sollten wir uns nicht darauf“, sagt LBS-Finanzvorstand Franz Schlarmann. Jetzt sei es besonders wichtig, das Zinsänderungsrisiko der Baufinanzierung möglichst niedrig zu halten.



Ein Beispiel: Eine Hypothek über 200.000 Euro ergibt bei einer Tilgung von 2 Prozent derzeit eine monatliche Zahlung von 550 Euro. Steigen die Zinsen bis zu einer fälligen Umschuldung nach zehn Jahren auf 4 Prozent, läge die monatliche Belastung bei gleicher Tilgung für die dann neu aufzunehmenden 157.308 Euro jedoch bei 787 Euro. Das wären dann 43 Prozent mehr als zuvor.

„Im Idealfall ist die Baufinanzierung deshalb so aufgestellt, dass eine Umschuldung gar nicht erst anfällt“, so Schlarmann. Denn: Kein Experte kann wirklich sicher voraussagen, wie sich die Zinsen in Zukunft entwickeln werden.
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