Ein Kunde lässt sich von einem Fachmann beraten. © dpa/picture alliance
  • Von Oliver Lepold
  • 14.01.2019 um 10:00
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Gibt es in Deutschland ausreichend zertifizierte Finanzplaner? Welche neuen Herausforderungen kommen auf diese zu? Pfefferminzia liefert Zahlen und befragt Certified Financial Planner (CFP) Sven Putfarken, der sich als Vorstandsmitglied des Netzwerkvereins NFP aktiv um die Positionierung der renommierten Fortbildung kümmert.

Für die Zukunft gerüstet

Der Experte sieht aufgrund der hochwertigen Ausbildung und der Geschäftsgrundsätze die zertifizierten Finanzplaner gerade im Umfeld der Regulierung überdurchschnittlich gut gerüstet. „Mifid II ist ein Thema für die unabhängigen Vermögensverwalter, für die Anlageberater und -vermittler. Diesen Herausforderungen der Regulierung stellen wir uns. IDD und Mifid II sind in der Ausbildung entsprechend berücksichtigt, Recht ist dort ein wichtiger Schwerpunkt.“?

Putfarken wünscht sich mehr staatliche Unterstützung für die Finanzplanung. „Die Politik sollte der Branche klar vorgeben, wie beraten werden sollte. Ein klarer Rahmen mit Regeln, den Rest macht der Markt von selbst“, so der Experte. Doch Finanzplanung spiele hierzulande in der Politik keine Rolle. „Wir sind immer noch zu unbekannt, es fehlt an Lobby-Arbeit. 1.500 CFPs gelten für die Politik als unbedeutend, weil wir keine großen Mengen an Wählerstimmen bringen. Wir brauchen einfach mehr Finanzplaner, die aktiv nach außen gehen“, so Putfarken. Denn der deutsche Markt vertrage noch viel mehr zertifizierte Finanzplaner. Mit einer modernisierten Ausbildung und vor allem mehr Bekanntheit könnten es laut dem Networker gut und gerne 100.000 Finanzplaner sein.

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Oliver Lepold

Oliver Lepold ist Dipl.-Wirtschaftsingenieur und freier Journalist für Themen rund um Finanzberatung und Vermögensverwaltung. Er schreibt regelmäßig für Das Investment, Pfefferminzia und private banking magazin.

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