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Zahnzusatzversicherungen So überbrücken Sie die Absicherungslücke

Eine Auszubildende zur Zahnmedizinischen Fachangestellten hält in einer Zahnarztpraxis in München einen Spatel und einen Spiegel in den Händen.
Eine Auszubildende zur Zahnmedizinischen Fachangestellten hält in einer Zahnarztpraxis in München einen Spatel und einen Spiegel in den Händen. © dpa/picture alliance

Fast jeder zweite Deutsche benötigt mittlerweile Zahnersatz – Tendenz steigend. Doch auf die Krankenkassen können Verbraucher bei hoch­wertigem Zahnersatz längst nicht mehr bauen. Eine private Zahnzusatzversicherung kann Abhilfe schaffen, erfordert aber den Blick fürs Detail.

| , aktualisiert am 17.01.2018 15:52  Drucken

Spätestens Mitte 40 gibt es kein Entkommen mehr: Fast jeder Deutsche muss in dieser Lebensphase auf dem ungeliebten Zahnarztstuhl Platz nehmen und sich einer Kariesbehandlung unterziehen. Oft ist es dann mit einer einfachen Füllung nicht mehr getan – eine Krone muss her. Rund 3,6 Millionen werden jedes Jahr in die Gebisse der gesetzlich Versicherten eingesetzt. Ist es auch dafür zu spät, müssen Implantate und Brücken zum Einsatz kommen: In etwa jedem zweiten Mund befindet sich Zahnersatz. Und von jenen Deutschen, die bislang ein makelloses Lächeln vorweisen können, glauben weitere 54 Prozent, später einmal darauf angewiesen zu sein, wie eine Umfrage des Verbands der privaten Krankenversicherer (PKV) ergab.

Doch diese Behandlungen können teuer werden. Denn die Krankenkassen übernehmen nur einen Bruchteil der tatsächlich anfallenden Kosten. Die sogenannte Regelversorgung sieht nämlich vor, dass nur der Zahnersatz erstattet wird, den die Kassen als medizinisch ausreichend ansehen, ästhetische Kriterien spielen dabei keine Rolle. In der Praxis sieht das dann zum Beispiel so aus: Goldlegierungen, Verblendungen von Seitenzähnen und ganze Implantate muss der Patient aus eigener Tasche zahlen.

Anspruch hat der Kassenpatient lediglich auf einen Festzuschuss, der 50 Prozent des Betrags für die Regelversorgung ausmacht. Weist der Versicherte mit seinem Bonusheft nach, dass er seine Beißerchen regelmäßig vom Zahnarzt durchchecken lässt, steigt der Festzuschuss auf maximal 65 Prozent.

Bandbreite der Zahlungshöhen groß

Für GKV-Mitglieder gehören Selbst- und Zuzahlungen längst zum Alltag. Doch verlässliche Statistiken darüber, wofür und in welcher Höhe die gesetzlich Versicherten selbst zahlten, gebe es nicht, meint man bei der Continentalen Krankenversicherung – und hat sich deshalb im Sommer 2017 bei 1.200 Kassenmitgliedern ein eigenes Bild verschafft. Ergebnis: 90 Prozent haben in den vergangenen zwölf Monaten Leistungen für ihre Gesundheit privat bezahlt – am häufigsten in der Apotheke (75 Prozent), dahinter folgt schon der Zahnarzt (59 Prozent).

Dabei ist die Bandbreite der Zahlungshöhen groß: Befragte, die beim Haus- oder Facharzt bezahlten, kamen im Schnitt auf 126 Euro, beim Zahnarzt waren es schon satte 390 Euro, die es zu berappen galt (siehe Grafik unten).

Seit einigen Jahren habe die Selbstbeteiligung in der Zahnversorgung stetig zugenommen, weiß der Finanzdienstleister MLP auf Basis seines aktuellen „Gesundheitsreports“ zu berichten. Grund hierfür sei die Gebührenordnung für Zahnärzte. Diese bestimmt die Abrechnung von medizinischen Leistungen, die über die Standardkassenleistungen hinausgehen – an denen sich GKV-Kunden also beteiligen müssen.

„Gesetzlich Versicherten empfiehlt sich daher eine private Zusatzabsicherung“, sagt Miriam Michelsen, Leiterin Altersvorsorge und Krankenversicherung bei MLP. Der Zusatzschutz reduziere nämlich den Eigenanteil bei Zahnbehandlungen und ermögliche auch weitere Sonderleistungen.

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