11
Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Yougov-Umfrage Faktor „Mensch“ bleibt in der Anlageberatung wichtig

Beratungsgespräch: Die meisten Finanzberatungskunden bevorzugen hierzulande einen menschlichen Berater, ergab eine Yougov-Umfrage.
Beratungsgespräch: Die meisten Finanzberatungskunden bevorzugen hierzulande einen menschlichen Berater, ergab eine Yougov-Umfrage. © Pixabay

Robo-Beratung ist in Deutschland zwar auf dem Vormarsch, hat sich aber noch lange nicht durchgesetzt: Nur rund jeder zehnte Finanzberatungskunde lässt sich rein digital beraten. Die Ergebnisse einer Yougov-Umfrage werfen auch ein Schlaglicht darauf, woran es bei Finanzberatung hierzulande generell noch hapert.

|  Drucken

Dass Robo-Beratung in Deutschland noch längst nicht alle Herzen erreicht hat, zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov. Demnach misstrauen zwei von drei Verbrauchern hierzulande digitaler Beratung. Unter denjenigen, die überhaupt Finanzberatung in Anspruch nehmen, beanspruchen 88 Prozent ausschließlich oder zumindest zusätzlich persönliche Beratung. Nur rund jeder Zehnte traut sich an eine rein digitale Beratung zum Beispiel durch einen Robo-Advisor heran.

Auftraggeber der Online-Befragung „Kundenbedürfnisse im Zeitalter digitaler Vermögensverwaltung“ waren die Unternehmensberatung Concedro und der Finanzsoftware-Anbieter Ortec Finance. Laut der Umfrage nehmen rund 60 Prozent der Deutschen aktuell gar keine Beratung in Anspruch, wenn sie sich über Geldanlagemöglichkeiten informieren möchten. Stattdessen holen sich viele Rat aus dem Internet: 45 Prozent der Befragten suchen sich hier ihre Informationen selbst zusammen. 15 Prozent betreiben gar keine Recherche.

Die auftraggebenden Unternehmen wollen im Rahmen der Befragung auch interessante Zwitter-Wesen ausfindig gemacht haben, die Ortec die „Kombinierer“ nennen. Immerhin ein Drittel der deutschen Verbraucher lasse sich dieser Hybridgruppe zurechnen: Sie informieren sich auf eigene Faust, lassen sich darüber hinaus aber auch persönlich von einem Berater oder digital beraten.

Woran es hapert

Die Studie enthüllte zudem mehrere Mankos, die jegliche Beratung in Deutschland betrifft – die persönliche wie die digitale. Mit 46 Prozent gab beinahe die Hälfte aller Finanzberatungskunden an, dass sie im Beratungsprozess keine individuellen Ziele hätten benennen können. Und auch dort, wo das möglich war, fühlen sich Finanzberatungskunden oft allein gelassen. So erhält laut Umfrage nicht einmal jeder Dritte einen Überblick darüber, wann und wie er seine selbst gesteckten finanziellen Ziele erreichen könne. 

Auch am Feststellen der persönlichen Risikobereitschaft hapert es. Gerade einmal 37 Prozent aller Beratungskunden wurden – persönlich oder digital – gefragt, welches Risiko sie bei der Geldanlage zu tragen bereit seien. Dieses Umfrageergebnis ist erstaunlich, vor allem angesichts der seit Jahresbeginn gültigen EU-Richtlinie Mifid II. Denn noch eindringlicher als zuvor schon das Beratungsprotokoll schreibt mittlerweile die Mifid-konforme Geeignetheitserklärung Beratern vor, zu überprüfen, welche Risiken ein Kunde auf sich nehmen möchte.

Beratung erwünscht

Trotz schlechter Teilnoten hält die Studie auch einen ganz deutlichen Hoffnungsschimmer für Finanzberater bereit: Auch wenn heute mit 37 Prozent nur rund jeder dritte deutsche Verbraucher Finanzberatung in Anspruch nimmt, wünschen sich das eigentlich viel mehr. In Zukunft würden sie sich in Finanzfragen sehr gern professionell beraten lassen, gaben drei Viertel der Umfrage-Teilnehmer an.

Für die Online-Studie befragte Yougov 1.029 Personen ab 30 Jahren mit mindestens 4.000 Euro Haushaltsnettoeinkommen.

Blick in die Zukunft: IDD-lizensiertes Webinar zum Brexit
Werbung


Lars Heermann von Assekurata und Christian Nuschele, Vertriebschef von Standard Life, analysieren im Webinar kritisch die Herausforderungen, die der Brexit mit sich bringt.

Darüber hinaus wagen sie einen Blick in die Zukunft, verbunden mit einer Analyse, welche Produkte künftig im Niedrigzinsumfeld punkten können. Neben aktuellen Fakten für ihre Kundenberatung, erhalten Makler durch das Webinar auch IDD-relevante Weiterbildungszeit.

Am Mittwoch, 20. Februar 2019, um 15 Uhr

Jetzt anmelden!

Warum Multi-Asset-Fonds so beliebt sind
Werbung

Die Multi-Asset-Konzepte erfreuen sich nach wie vor ungebrochener Beliebtheit. Woran liegt das? Welche Vorteile bieten sie Anlegern? Und welche Rolle spielen bei den Multi-Asset-Fonds Themen wie Technologie, Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit im Fondsuniversum?

Im Interview mit dem Wirtschaftsjournalisten Andreas Franik gibt Stephan Hoppe, Direktor Investment Strategie bei Standard Life, Antworten auf diese Fragen und eine Einschätzung für das Börsenjahr 2019.

Ausblick 2019: Wie wirkt sich der Brexit auf meine britische Lebensversicherung aus?
Werbung

Niedrige Zinsen, Kursschwankungen an den Aktienmärkten, regulatorische Änderungen und der sich nähernde Brexit haben das Jahr 2018 geprägt. Wie geht es weiter? Und welche Veränderungen erwarten britische Versicherer und ihre Kunden im deutschen Markt?

Das erklärt der Vertriebschef von Standard Life Deutschland, Christian Nuschele, im Gespräch mit dem Wirtschaftsmoderator Andreas Franik auf dem Parkett der Frankfurter Börse.

Aktienorientierte Altersvorsorge: Was bringen eigentlich Small Caps?
Werbung

Was genau sind sogenannte Small Caps? Und welche Vorteile bieten sie bei der aktienorientierten Altersvorsorge? Das verrät Michael Heidinger von Aberdeen Standard Investments. Hier geht es zum Interview mit Andreas Franik an der Börse Frankfurt.

Schutz der Kundengelder durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz
Werbung


Knapp 200 Jahre krisenfester Unternehmensgeschichte bezeugen, dass der Schutz und die Sicherheit der Kundengelder dem Lebensversicherer Standard Life sehr wichtig sind. Diese werden durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz gewährleistet – auch nach dem Brexit.

Erfahren Sie hier, wie das Sicherheitsnetz von Standard Life genau konzipiert ist und wie die einzelnen Sicherheitsmechanismen ineinandergreifen.

Die Zukunftspläne von Standard Life unter dem Dach der Phoenix Gruppe
Werbung

Seit September 2018 gehört Standard Life der Phoenix Gruppe an. Erfahren Sie im Interview mit Susan McInnes, Chefin von Standard Life und Gruppendirektorin, mehr über die Pläne von Standard Life nach der Übernahme durch den neuen Inhaber.