Wieder Kritik an Riester-Renten So kann man die Riester-Rente retten

Altersvorsorge muss sein. Die Meinungen über Riester gehen allerdings weit auseinander.
Altersvorsorge muss sein. Die Meinungen über Riester gehen allerdings weit auseinander. © Panthermedia

Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur des Verbrauchermagazins Finanztip, gilt als harscher Kritiker der staatlich geförderten Riester-Rente. Umso erstaunlicher sein aktueller Rat.

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„Ich würde heute den Menschen schon raten, einen guten Riester-Vertrag abzuschließen“, sagte Tenhagen laut Versicherungsjournal auf einer Fachtagung von Politik, Verbraucherschutz und Versicherern. Diese Einsicht begründete der Verbraucherschützer mit dem aktuellen Niedrigzinsumfeld. Eine Altersvorsorge ohne Förderung sei noch magerer als eine mit Förderung.

Andere Stimmen auf dem Expertentreffen blieben jedoch unversöhnlicher, schreibt der Bericht weiter. So meint BdV-Chef Axel Kleinlein beispielsweise, bei Riester sei nichts mehr zu retten. Von Frank Nullmeier von der Uni Bremen heiße es zudem: „Riester erfüllt die in die geförderte Zusatzversicherung gesetzten Erwartungen nicht.“ Peter Schwark vom Versicherungsverband GDV wiederum hält die Riester-Rente für alternativlos.

Wie könnte Riester verbessert werden? Von politischer Seite kommen zwei Vorschläge. Zum einen könne man die Provisionen von Riester-Produkten begrenzen. Zum anderen könne eine öffentlich-rechtliche kapitalgedeckte Zusatzversorgung als Alternativprodukt infrage kommen. Verpflichtend solle diese jedoch nicht sein.
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