Die Beratung zur Rentenversicherung macht nicht erst seit der Geeignetheitsprüfung keinen Spaß mehr. Da die Zeiten von 9 Prozent Rendite vorerst vorbei sind, lässt sich dem Kunden schwer erklären, warum er jetzt auf Spaß verzichten sollte, um später im Leben nicht unbedingt viel mehr zu haben.

Klar kann ich dem Kunden anhand der Bevölkerungspyramide zeigen, dass der Staat nicht mehr lange leisten kann und dass wir immer älter werden. Aber es ist ja nicht in erster Linie unsere Aufgabe, den Kunden komplett zu verunsichern, was die gesetzliche Absicherung anbelangt. Das machen wir schon bei der Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung…

Aber was kann ich meinem Kunden dann in der Beratung erzählen, wenn ich über Rendite nicht reden kann und über den Staat nicht lästern soll?

Zunächst mal muss der Kunde verstehen, dass die Rentenversicherung keine Anlage mehr ist, sondern dass sie das finanzielle Risiko der Langlebigkeit absichert. Die Anlage ist dabei verdammt wichtig, damit ich eine vernünftige Rente bekomme, aber es bleibt eine Versicherung und nix, womit ich spekulieren sollte.

Für später sparen, egal wie

Der Bedarf liegt auf der Hand. Ich lebe jetzt von meinem Einkommen und die überwältigende Mehrheit von uns wird in der Rente mit Sicherheit weniger bekommen. Also muss ich für später sparen. Egal wie.

Die Rentenversicherung ist eine Möglichkeit, eine lebenslange Altersversorgung darzustellen. Das geht auch mit Aktien, Immobilien oder wenn mir ein Unternehmen gehört, das von alleine läuft. Was davon sinnvoll machbar ist, hängt davon ab, wie viel Geld ich zur Verfügung habe.

Der Vorteil einer Rentenversicherung ist, dass ich sie mit relativ kleinen Beiträgen besparen kann und der Versicherer das Risiko meiner eigenen Langlebigkeit über das Kollektiv absichert.

Aber worauf muss ich bei einer Rentenversicherung achten?

In meinen Augen sind das drei Dinge:

1.    Geringe Kosten
2.    Mischung und Streuung
3.    Ehrlichkeit des Versicherers