Philip Wenzel: Der Versicherungsmakler ist bei Freche Versicherungsmakler für die biometrischen Risiken zuständig. © Freche Versicherungsmakler
  • Von Philip Wenzel
  • 06.03.2019 um 10:09
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Regulierungsgroßprojekte wie die Datenschutzgrundverordnung bringen einige Vermittler dazu, zu überlegen, ob sie ihr Geschäft nicht lieber an den Nagel hängen. Das muss aber nicht sein, findet Versicherungsmakler Philip Wenzel. Solche Einschnitte sind seiner Ansicht nach vielmehr eine gute Gelegenheit, die eigenen Prozesse zu verbessern. Wie das geht, erfahren Sie in seiner neuen Kolumne.

10 Prozent aller Vermittler sind mit den Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) überfordert und denken daran, aufzugeben. Wenn ich sowas lese, bin ich kurz traurig. Aber dann überlege ich, wie ich 10 Prozent Mehrgeschäft mit den jetzigen Arbeitsprozessen abbilden kann oder ob ich die Prozesse neu denken muss.

Aber vorher fairerweise der Hinweis an alle, die ans Aufgeben denken: Angst kommt von Unwissenheit. Der weiße Hai bei Spielberg ist deshalb so gruselig, weil wir ihn fast nie sehen. Holt euch einen Datenschutzbeauftragten ins Haus. Der kostet 1.000 Euro im Jahr und kann euch alles erklären. Oder geht zu dem einen großen Pool, der hat eine günstigere Lösung.

Jetzt aber wieder zurück zu dem Szenario der 10 Prozent Mehrgeschäft. Wer Einzelkämpfer ist, steht immer vor dem Problem, dass sich mehr Geld nur mit mehr Zeitaufwand verdienen lässt. Oder ich habe gute digitale Lösungen, die mir einfache Prozesse abnehmen, wie Erinnerungs-E-Mails oder automatische Wiedervorlagen bei Ablauf einer Lebensversicherung.

Wenn ich mehr Geld in der gleichen Zeit verdienen will, dann geht es nicht ohne sinnvolle Strukturen.

Am Anfang steht wie immer, egal ob geschäftlich oder privat, die Frage: Was ist mein Ziel? Wenn ich das nicht weiß, dann weiß ich auch nicht, ob ich in die richtige Richtung laufe. Das Ziel kann so gut wie alles sein. Außer Geld. Geld ist nie ein Ziel. Geld ist immer nur der Weg.

Wie gut, dass die zweite Frage lautet: Welcher Weg ist für mich richtig?

Wer sich mal einen Baum für den Garten ausgesucht hat, weiß, dass ich mir entweder einen zwölf Jahre alten Baum für 500 Euro kaufen kann oder einen einjährigen Baum für 45 Euro. Ich bin 39 Jahre alt, also kann ich es auch abwarten, bis ein Baum groß ist. Den Garten genießt man ja eh erst im Ruhestand. Will ich mein Ziel aber schneller erreichen, würde ich auch mehr investieren.

Im Büro ist es die Überlegung, einen Azubi einzustellen oder eine ausgebildete Kraft. Hängt halt davon ab, ob es jetzt brennt oder ob ich gerade meinen Bestand vergrößere und in zwei Jahren mit vielen Neukunden rechne.

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Philip Wenzel

Philip Wenzel ist Fachwirt für Versicherungen und Finanzen (IHK) und Experte für biometrische Risiken. Er ist außerdem als Autor tätig. Regelmäßige Blog-Beiträge finden Sie beispielsweise hier: https://bsc-gmbh.com/philipwenzel/ oder hier https://www.worksurance.de/.

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