Finanzvorstand Giulio Terzariol (links) und Allianz-Chef Oliver Bäte blicken trotz Corona positiv in die Zukunft. © picture alliance / SvenSimon | FrankHoermann
  • Von Achim Nixdorf
  • 19.02.2021 um 15:54
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Die Pandemie hat die Allianz bislang 1,3 Milliarden Euro gekostet. Trotzdem ist Europas größter Versicherungskonzern noch relativ glimpflich durch das Corona-Jahr 2020 gekommen, wie die aktuellen Bilanzzahlen zeigen. Börsen-Analysten hatte mit höheren Einbußen gerechnet. Für das laufende Jahr peilt Allianz-Chef Bäte schon wieder ein Rekord-Ergebnis an.

Betriebsschließungen, abgesagte Großveranstaltungen und anhaltend niedrige Zinsen: Die Corona-Pandemie ist auch an der Allianz nicht spurlos vorübergegangen. Das zeigen die Geschäftszahlen für das Jahr 2020, die der Münchener Konzern jetzt vorlegte. Danach sank der operative Gewinn im vergangenen Jahr um 9,3 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro (2019: 11,9 Milliarden). Die „negativen Auswirkungen von Covid-19“ an diesem Ergebnis belaufen sich nach Unternehmensangaben auf 1,3 Milliarden Euro.

Dividende bleibt stabil

Entsprechend fiel auch der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn im Krisenjahr 2020 geringer aus. Er reduzierte sich um 14 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro (2019: 7,9 Milliarden). Trotzdem sollen die Anteilseigner eine stabile Dividende von 9,60 Euro bekommen. Der Umsatz des Konzerns sank nur leicht um 1,3 Prozent auf 140,5 Milliarden Euro (2019: 142,4 Milliarden). Manche Analysten hatten angesichts des schwierigen Marktumfelds größere Einbußen erwartet.

Quelle: Allianz

Bereinigt um die Corona-Kosten habe das operative Ergebnis der Allianz 2020 sogar über den Rekordwerten von 2019 gelegen, hebt Finanzvorstand Giulio Terzariol hervor. „Unsere Kapitalposition ist während der gesamten Pandemie stark geblieben.“

Covid-bedingte Einbußen verzeichnete der Versicherer nach eigenen Angaben besonders in den Geschäftsbereichen Schaden- und Unfallversicherung sowie Lebens- und Krankenversicherung. Gut lief indes der Bereich Vermögensverwaltung: Ende vergangenen Jahres verwaltete die Allianz insgesamt knapp 2,4 Billionen Euro eigenes und fremdes Geld, was einen neuen Rekordwert bedeutet. Die Solvency-II-Kapitalquote lag zum Jahresende 2020 bei 207 Prozent, verglichen mit 212 Prozent Ende 2019.

„Wir sind in einer guten Position“

Für das laufende Jahr peilt Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte schon wieder ein operatives Rekord-Ergebnis von zwölf Milliarden Euro an – allerdings mit einer Spanne von einer Milliarde Euro nach oben oder unten. „Wir sind in einer guten Position, um unser Ziel für 2021 zu erreichen“, ist er sich sicher.

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Achim Nixdorf

Achim Nixdorf ist seit April 2019 Content- und Projekt-Manager bei Pfefferminzia. Davor arbeitete er als Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur mit dem Fokus auf Verbraucher- und Ratgeberthemen.

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